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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Projekt „Kita-Einstieg“ wird 2021 weitergeführt – coronabedingt sind kreative Ideen gefragt (18.12.2020)

(sp) Lüneburg. Auch für die Jahre 2021 und 2022 erhält die Hansestadt Lüneburg finanzielle Mittel aus dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Einen entsprechenden Bescheid hat die Hansestadt Lüneburg jetzt bekommen. Damit können viele gut angenommene Angebote für Familien fortgesetzt werden. „Bildung eröffnet Chancen in unserer Gesellschaft und ist der Schlüssel zu gelingender Integration und Teilhabe“, unterstreicht Projektkoordinatorin Sabine Perten die Bedeutsamkeit des Programmes.

Perten und ihre Mitarbeiterinnen aus dem Team Kita-Einstieg freuen sich, dass sie ihre erfolgreiche Arbeit in den nächsten Jahren fortsetzen können. „Gelingende Integration braucht Zeit, zuverlässige Ansprechpersonen und Menschen, die einen Blick dafür haben, Barrieren für Teilhabe zu erkennen und zu beseitigen. Davon profitieren letztlich alle Familien“, sagt Perten.

Bausteine von „Kita-Einstieg“ sind neben dem sogenannten „Rucksack-Projekt“ zum Beispiel eine Spielgruppe in Kaltenmoor, Eltern-Stehcafés sowie Anmeldesprechstunden mit einer Sprachmittlerin für die Beratung zum Kita-Besuch. Allen Angeboten ist gemein, dass sie Familien mit Flucht- und Migrationshintergrund beim Einstieg in Kita und frühkindliche Bildungsangebote unterstützen und beim guten Ankommen begleiten.

Ein Überblick über die Bausteine:

  • In den fünf „Rucksackgruppen“ treffen sich wöchentlich Mütter, die von Anleiterinnen (selbst Mütter mit Migrationshintergrund) begleitet werden und wichtige Bildungsimpulse in ihre Familien tragen. Weil größere Treffen coronabedingt untersagt sind, müssen die Elternbegleiterinnen immer wieder kreativ werden: Statt der Spielkreis- und Rucksacktreffen finden nach Möglichkeit virtuelle Angebote mit Sprachinputs, Sprechanlässen und Bastelideen statt, die von den Familien rege genutzt werden.
  • Familien mit Kindern, die auf einen Kitaplatz warten, lernen die Strukturen früher Bildungsangebote in einer Spielgruppe kennen und können dort auf viele Fragen, zum Beispiel zum Zweitspracherwerb, eine Antwort finden.
  • Elternbegleiterinnen des Projektes beraten die Familien in mehrsprachigen Telefon- und Anmeldesprechstunden mit Sprachmittlerinnen in Kaltenmoor und im Quartiersladen Am Weißen Turm zu allen Fragen rund um frühkindliche Bildungs- und Betreuungsangebote.
  • Zudem sind regelmäßig Sprachmittlerinnen in verschiedenen Kitas unterwegs. Sie übersetzen bei Entwicklungsgesprächen, helfen Kommunikationsmissverständnisse zu beheben und sind für Familien weitere vertraute Ansprechpartnerinnen.
  • Seit 2017 wurden mehrsprachige Materialien für Familien entwickelt, die die Strukturen der Lüneburger Betreuungslandschaft für Kinder bis zum Schuleintritt, den Ablauf der Kita-Anmeldung und die Nutzung des Kita-Portals erklären.