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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Soforthilfepaket / Aktualisierung: Schulausschuss stimmt mit großer Mehrheit zu (06.05.2021)

HANSESTADT LÜNEBURG. – Unterstützung auf breiter Linie für das ins Auge gefasste Soforthilfepaket für Kinder, Jugendliche und Familien gab es im Schulausschuss der Stadt (4. Mai 2021). Bei einer Gegenstimme aus der AfD hat der Ausschuss das Paket empfohlen.

Die nächste Beratung auf städtischer Ebene steht im Jugendhilfe-Ausschuss an: 11. Mai, 16 Uhr, Kulturforum, die Sitzung ist öffentlich. Anmeldung für Gäste per Mail daniela.krueger@stadt.lueneburg.de bis 11.5., 12 Uhr // Medienvertreter/innen bitte wie üblich über die Pressestelle).

Unterdessen hat das Bundeskabinett gestern (5. Mai) das „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" vorgestellt. Bundestag und Bundesrat müssen noch beraten. Das Programm umfasst 2 Milliarden Euro Fördermittel. – Für die Finanzierung des Programms setzt die Stadt auf Fördermittel des Bundes und geht zudem mit dem Landkreis ins Gespräch. Angebote in Schulen und Einrichtungen der Stadt werden erfahrungsgemäß zu etwa 30 bis 40 Prozent von Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis-Gebiet außerhalb der Stadt genutzt.



Und hier finden Sie noch einmal die Presse-Info vom 28. April, in der das Paket näher vorgestellt wird:

Soforthilfepaket für Kinder, Jugendliche und Familie – damit es bald wieder flutscht

Sie haben den Entwurf für ein Soforthilfepaket für Kinder, Jugendliche und Familien in der Hansestadt Lüneburg erarbeitet: Sozialdezernentin Pia Steinrücke (M.), Niklas Hampe und Daniela Krüger aus dem Sozialdezernat. Foto: Hansestadt LüneburgHANSESTADT LÜNEBURG. – Mehr als ein Jahr lernen (oder auch nicht) unter Corona-Bedingungen, mehr als ein Jahr Kontaktbeschränkungen, die Jugendliche in einer Lebensphase treffen, in der das Abhängen mit Gleichaltrigen fest zum Erwachsenenwerden gehört. Notbetreuungen in Kitas, Unbeschwertheit ade, am Familientisch Stress, um zwischen Homeschooling und Homeoffice irgendwie den Alltag zu bewältigen. Eltern, die mit den Kräften am Rande oder drüber sind. – Die Liste der Probleme, die die andauernde Corona-Pandemie in die Familien bringt, ist lang und länger. Was tun um zu entlasten? Wie können Kinder und Jugendliche wieder aus dem Haus und in Bewegung gebracht werden? Was brauchen Familien? Zu diesen Fragen hatten sich vier Fachausschüsse der Hansestadt im Februar (16.2.2021) beraten. Jetzt liegt der Entwurf für das „Soforthilfepaket für Kinder, Jugendliche und Familien in der Hansestadt Lüneburg“ auf dem Tisch.

Sozialdezernentin Pia Steinrücke hat es mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den vergangenen zwei Monaten entwickelt. Am 4. Mai soll es Thema im Schulausschuss sein, am 11. Im Jugendhilfeausschuss, am 18. und 20. Mai im Verwaltungsausschuss und im Rat. Die Idee: Ergänzende Angebote und verstärkte Strukturen sollen helfen Gemeinschaft und Teilhabe zu stärken, Familien zu unterstützen, Bildung und Bewegung zu fördern. Dabei setzt das Paket in drei Bausteinen darauf, gezielt Zuschüsse zur Verfügung zu stellen und Personal aufzustocken, zum Beispiel in der Schulsozialarbeit. Konkret steht unter anderem dies zur Abstimmung:

Aus einem neu einzurichtenden Sonderfonds sollen Vereine, Träger, Initiativen u.ä. unkompliziert Zuschüsse beantragen können …

  • um zusätzliche Ferienangebote zu schaffen, die z.B. Gemeinschaft, Aktivität und Bewegung fördern,
  • um verschiedene öffentliche Räume im Freien zu schaffen, an denen Kinder und Familien oder auch Jugendliche sich corona-konform begegnen können,
  • um Aktionstage in Schulen, Kitas und Gruppen anzubieten
  • oder auch, um zum Beispiel Beratungs- und Gruppenangebote für Eltern und Familien zu machen.
  • Ebenso sind Angebote denkbar, damit Kinder wieder schwimmen lernen, was zuletzt nicht mehr möglich war oder für Nachhilfeangebote.

Ein zweiter Baustein setzt auf Schulsozialarbeit und das Programm Familie in Schule (FiSch). Mit mehr Personal und mehr Mitteln geht es hier vor allem darum, das Schule schwänzen zu unterbinden. Die Instrumente dafür u.a.:

  • aufsuchende Arbeit,
  • Gruppenarbeit,
  • Elternarbeit,
  • aber auch das Multifamiliencoaching über FiSch.

Nicht zuletzt sollen die Bereiche Jugendarbeit und Jugendhilfe bzw. Allgemeiner Sozialdienst befristet personell verstärkt werden. Ziel ist vor allem, dass die Begleitung des Soforthilfepakets auch flutscht. Dass also Eltern und Familien auch erreicht werden, Schulsozialarbeit koordiniert und Netzwerke eingebunden werden, dass Ferienangebote und Offene Räume passgenau zum tatsächlichen Bedarf geschaffen werden und Zuschüsse fließen.

„Mir geht es darum, für alle Kinder ein Angebot zu machen und kein Kind zurückzulassen“ so Pia Steinrücke. Die Hansestadt kalkuliert für das Programm mit Kosten in Höhe zwischen 300.000 und 500.000 Euro plus Personalkosten. Eine Drittelfinanzierung ist angedacht. So könnte ein Drittel aus einem Förderprogramm des Bundes kommen. Der städtische Kostenanteil steht aus Positionen zur Verfügung, die aus Pandemie-Gründen in diesem Jahr nicht ausgeschöpft wurden, z.B. Übermittagsbetreuung. Über ein weiteres Drittel möchte die Hansestadt Gespräche mit dem Landkreis führen – dieser hat allerdings zunächst abgewinkt.

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Ansprechpartner aus dem Sozialdezernat für Vereine, Initiativen und andere Gruppen, die sich für das Paket interessieren, sind:
Daniela Krüger, Tel. (04131) 309-3105
Niklas Hampe, Tel. (04131) 309-3817.

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Die Sitzungen von Schulausschuss (4. Mai) und Jugendhilfeausschuss (11. Mai) sind öffentlich. Wer als Zuschauer/in jeweils ab 16 Uhr im Kulturforum, Gut Wienebüttel, teilnehmen möchte (nur vor Ort möglich), meldet sich jeweils bis spätestens zum Sitzungstag, 12 Uhr, an bei Daniela Krüger, daniela.krueger@stadt.lueneburg.de.