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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Sportler-Ehrung abgesagt (10.03.2020)

(sp) Lüneburg. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat es zum Thema Corona-Virus jetzt klar formuliert: „Oberstes Ziel ist es, den Ausbruch zu verlangsamen.“ Auf große Veranstaltungen, die im Moment nicht unbedingt erforderlich sind, zu verzichten, ist nach Meinung von Experten ein wirksames Instrument auf diesem Weg. Die Hansestadt und der Landkreis Lüneburg haben darum heute (10. März 2020) entschieden, die für kommenden Samstag geplante große Ehrung der Sportlerinnen und Sportler in der Region abzusagen. Eine Vorsichtsmaßnahme.

Die Sportler-Ehrung ist eine gemeinsame Veranstaltung von Hansestadt und Landkreis, maßgeblich mitgetragen von der Landeszeitung für die Lüneburger Heide und der Sparkasse Lüneburg. In diesem Jahr ist die Stadt federführender Veranstalter. Mit Blick auf die Vorgaben des Robert-Koch-Institutes sowie Empfehlungen aus Bund und Land ist die Entscheidung gefallen, die Ehrung abzusagen, zumal dort bis zu 700 Personen über mehrere Stunden relativ eng zusammensitzen. Pia Steinrücke, Sportdezernentin der Hansestadt Lüneburg, erläutert: „Gerade die Sportler-Ehrung lebt ja davon, dass alle einen ausgelassenen und unbeschwerten Abend verbringen sollen, da kommt es vor, dass man sich auch mal umarmt und gemeinsam jubelt. Wenn wir da gleichzeitig als Veranstalter mahnen sollen, das zu unterlassen und Abstand zu halten, verliert der ganze Abend seinen Charakter. Damit tun wir den Sportlerinnen und Sportlern keinen Gefallen.“

Die Hansestadt wird demgemäß auch weitere anstehende Veranstaltungen auf ihre Notwendigkeit zu diesem Zeitpunkt überprüfen. Vor allem auch Veranstaltungen, wo viele Besucherinnen und Besucher über einen langen Zeitraum auf engen Raum zusammen sind bzw. solche, die unter die aktuell genannten Risiko-Kriterien fallen, nämlich, wenn:

  • es sich um ein internationales oder überregionales Publikum handelt,
  • das Publikum überwiegend der Risikogruppe angehört, bei denen die Infektionen besonders schwierig verlaufen können (zum Beispiel ältere oder kranke Menschen),
  • die Veranstaltungen in geschlossenen und schlecht belüfteten Räumen stattfinden,
  • das Publikum bei den Veranstaltungen besonders eng bei einander steht (beispielsweise Musikkonzerte, aber auch entsprechende Sportveranstaltungen).

Schon jetzt ist neben der Sportlerehrung auch die von Stadt und Kreis ausgerichtete Verleihung des Integrationspreises am Freitag, (13. März 2020) abgesagt.

Auch andere Institutionen hatten sich zuletzt entschieden, größere Veranstaltungen zu vermeiden. So hatte die Freiwillige Feuerwehr Lüneburg kürzlich die Versammlungen von Feuerwehr und Stadtfeuerwehrverband verschoben. Die AGL (Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH) hatte heute entschieden, ihr für den 26. März geplantes Richtfest für eine neue Anlage auf ihrem Gelände abzusagen.