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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Thorner Treffen in Lüneburg: Eine lebendige Patenschaft feiert ihr 65-jähriges Bestehen (11.10.2021)

HANSESTADT LÜNEBURG. Die polnische Stadt Toruń, die früher Thorn hieß, hat seit einem Vierteljahrhundert etwas, das Lüneburg gerne hätte: Bürgermeister Eduard Kolle (r.) und Michael Sodtke, Vorsitzender der Artushof-Vereinigung, legten den Kranz nieder und hielten beim anschließenden Treffen im Rathaus Reden. Foto: Hansestadt LüneburgDen Titel Weltkulturerbe. Doch beide Städte verbindet viel mehr: die Zugehörigkeit zur Hanse, eine ähnliche städtebauliche Struktur und vor allem eine lebendige Patenschaft, die in diesem Jahr ihr 65-jähriges Bestehen feiert. Zu diesem Anlass empfing die Stadt Lüneburg am Wochenende Mitglieder des traditionellen Thorner Treffens im Rathaus. „Durch die Patenschaft hat Lüneburg vielen Thornerinnen und Thornern, die nach Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg im ganzen Bundesgebiet verstreut waren, eine neue Heimat gegeben“, erinnerte Bürgermeister Eduard Kolle beim Empfang im Hansekontor. „Mit den Thorner Treffen entstand so ein Ort und die Möglichkeit, das gemeinsame kulturelle Erbe zu erhalten und zu pflegen“, dankte Kolle insbesondere der Artushof-Vereinigung Thorn für ihre Bemühungen. Gegründet 1971 von der Stadt Lüneburg und dem Heimatkreis Thorn, kümmert sich der Verein seit nunmehr 50 Jahren darum, die Verbundenheit zur ehemaligen Heimatstadt aufrechtzuhalten. „Durch die Thorner Treffen Zur Kranzniederlegung am Patenschaftsstein auf dem Kreideberg trafen sich anlässlich des 65. Bestehens der Patenschaft Mitglieder des Thorner Heimatkreises. Foto: Hansestadt Lüneburgund die Herausgabe der Thorner Nachrichten wollen wir die Verständigung zwischen Deutschen und Polen unterstützen und einen Gedankenaustausch ermöglichen“, erklärt Michael Sodtke, der erste Vorsitzende der Artushof-Vereinigung. Als Enkel seines aus Thorn geflohenen Großvaters fühlt sich Sodtke bis heute mit der heute polnischen Stadt verbunden. So wie ihm geht es vielen Nachfahren, die regelmäßig an den Thorner Treffen in Lüneburg teilnehmen, gemeinsam mit Mitgliedern, die selbst noch in Westpreußen geboren wurden und gelebt haben: „Uns alle verbindet das Bedürfnis, die deutsch-polnischen Freundschaft zu vertiefen und das Band der Verbundenheit zur polnischen Stadt Toruń zu erhalten“, so Sodtke.

Von den rund 600 Mitgliedern kam in diesem Jahr pandemiebedingt nur ein kleiner Kreis nach Lüneburg. Neben dem Empfang im Rathaus und der Mitgliederversammlung stand auch die Kranzniederlegung am Patenschaftsstein in der Thorner Straße auf dem Programm.