Ansprechpartner & mehr

Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Videos zum digitalen Tag des offenen Denkmals (11.09.2020)

Eigentümerin Sabine Sallier und Restaurator Peter Furmanek beim Videodreh in einem alten Patrizierhaus, das zu einem Gästehaus umgebaut worden ist. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Deutschlands größtes Kulturevent, der Tag des offenen Denkmals, findet in diesem Jahr unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken“ Corona-bedingt erstmals digital statt. Die Hansestadt Lüneburg zeigt zur Veranstaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am Sonntag, 13. September 2020, drei Videos, in denen deutlich wird, wie historische Gebäude modern genutzt werden können.

Stadtbaurätin Heike Gundermann und Prof. Dr. Paul Georg Lankisch, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, haben sich für drei aktuell sanierte Baudenkmale entschieden, die ganz unterschiedlich sind, aber in einem Punkt übereinstimmen: Sie nutzen die Chance, die Denkmale bieten. So wird aus dem alten Schulamt ein modernes Hotel, die alte Musikschule wird zu einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt umgebaut und ein Patrizierhaus aus dem Jahr 1821 mit älterem Kernbau wird zum Gästehaus mit Ferienwohnungen.

„Lüneburg hat wunderschöne Denkmale, die wir nun deutschlandweit erstmals digital präsentieren. Dadurch können wir vielleicht auch den ein oder anderen begeistern, der sich bisher nicht mit diesem Thema beschäftigt hat“, sagt Cornelia Abheiden, Denkmalpflegerin bei der Hansestadt Lüneburg. „Ich finde es besonders schön, dass neben den sehr engagierten Eigentümern auch drei unterschiedliche Restauratoren zu Wort kommen, die jeweils ihren eigenen Blick auf die Dinge schildern.“

Chance Denkmal: Das ehemalige Schulamt der Hansestadt Lüneburg (erbaut 1438) wird zum Wyndberg Hotel

Restaurator: Gerold Ahrends
Eigentümer: Stephan Scheer

Das ehemalige Alte Schulamt an der Egersdorffstraße 1a ist zum Hotel mit Whisky-Destille umgebaut worden. Bauherr Stephan Scheer: „Man hat nicht immer von außen gesehen, wieviel Arbeit darin steckt, aber es musste unglaublich viel abgesichert werden, um das Gebäude standfest zu machen.“ Durch einen Anbau kommen Historie und Moderne hier zusammen.


 

Chance Denkmal: Die ehemalige Musikschule der Hansestadt Lüneburg (erbaut 1447) wird zu einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt

Restaurator: Markus Tillwick
Eigentümer: Sandra Hiemer und Wolfgang Gremme

Der Kernbau stammt aus dem Jahr 1447. Im Gebäude verbirgt sich beispielsweise eine seltene rund 200 Jahre alte Stuckdecke mit Glitzereffekt. Früher wurde es unter anderem als Wohnhaus für einen Sülfmeister genutzt.


 

Chance Denkmal: Ein Patrizierhaus im Lüneburger Senkungsgebiet aus dem Jahr 1821 mit älterem Kernbau wird zum Gästehaus mit Ferienwohnungen

Restaurator: Peter Furmanek
Eigentümerin: Sabine Sallier

Im Jahr 2013 sind die Räume erstmalig untersucht worden. Das Haus war in einem schlechten Zustand, da es jahrzehntelang unbewohnt und dadurch baufällig war. Sabine Sallier: „Ich wollte Lüneburg ein Stück Lüneburg zurückgeben. Es konnte nichts Besseres für mich geben.“ Innen gibt es interessante Dinge zu entdecken, die von der Geschichte des Hauses erzählen.