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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

VKA weist Gewerkschaftsforderungen zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst als „völlig überzogen und falsches Signal in der Corona-Krise“zurück (26.08.2020)

Pressemittelung der VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände)

Berlin. Die Gewerkschaften ver.di  und  dbb  beamtenbund  und  tarifunion haben heute  ihre Forderungen  bekannt  gegeben,  mit denen sie in die diesjährige  Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen  Dienst  gehen  werden. Die Vereinigung  der  kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) weist diese unangemessenen Forderungen entschiedenzurück. Ulrich Mädge, Präsident der VKA und Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber: „Die Forderungen der Gewerkschaften sind völlig überzogen und würden zu Mehrkosten in Höhe von mindestens5,7 Milliarden Euro führen. Dies zeigt, dass die Gewerkschaften den Ernst der Lage offensichtlich nicht  erkannt  haben – und das in der schlimmsten  Rezession seit Gründung der Bundesrepublik. Fakt ist: Die Lage der kommunalenArbeitgeberist wegen der Corona-Krise dramatisch. Wir haben massive finanzielle Einbrüche zu verzeichnen. Die Kassen sind leer, einen Verteilungsspielraum sehe ich nicht.“

Die Gewerkschaften fordern unter anderem eine Entgelterhöhung von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro, für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die von  der  diesjährigen  Tarifrunde  betroffen  sind  (ausgenommen  sind u.a. die Ärzte in  den kommunalen Krankenhäusern). Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Weiterhin drängen die Gewerkschaften auf eine Angleichung der Arbeitszeit in Ost-und Westdeutschland auf 39 Stunden je Woche  sowie  die  Einrichtung  eines  gesonderten  Verhandlungstisches für das Gesundheitswesen und den Pflegebereich.

Zudem soll das Thema Entlastung der Beschäftigten eine Rolle spielen.„Das vorliegende Forderungspaket der Gewerkschaftenist in Wahrheit teurer als es scheint: Die wahre Höhe lässt sich bislang noch nicht beziffern“, erläutert VKA-Hauptgeschäftsführer Niklas Benrath. „Es ist völlig unklar,  was  am verlangten Verhandlungstisch im Gesundheitswesen und Pflegebereich zusätzlich gefordert werden wird. Auch das Thema Entlastung der Beschäftigten würde für die kommunalen Arbeitgeber teuer werden. Allein ein zusätzlicher freier Tag kostet mehr eine halbe Milliarde Euro. Die Angleichung der Arbeitszeit in  Ost-und  Westdeutschland bedeutet für ostdeutsche Arbeitgeber ein Volumen von 2,6 Prozent  und würde diesemit über 330  Millionen  Euro  belasten. Zudem schlägt  die Forderung nach einem Mindestbetrag in den unteren Entgeltgruppen mit bis zu 7,8 Prozent überproportional zu Buche.  All das ist  in  Summe  alles  andere  als  bescheiden,  sondern schlicht unzumutbar.“ Ulrich  Mädge: „Wir stehen  bereit  für  konstruktive  Verhandlungen.  Wir  brauchen  einen Tarifabschluss, der in diese besondere Zeit passt mit einer langen  Laufzeit, die uns Planungssicherheit gibt.“

Die  Vereinigung  der  kommunalen  Arbeitgeberverbände  (VKA)  ist  der  Spitzenverband  der kommunalen Arbeitgeberverbände in Deutschland. Sie regelt die Arbeitsbedingungen für die kommunalen Beschäftigten und schließt Tarifverträge mit den zuständigen Gewerkschaften des  öffentlichen  Dienstes.  Die  VKA vertritt mehr  als 10.000  kommunale Arbeitgeber in Deutschland mit mehr als 2,4 Millionen Beschäftigten.