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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Weihnachtsmarkt in Lüneburg, aber wie? Mädge lud zu ersten Gesprächen (07.09.2020)

So wie ein Weihnachtsbaum und stimmige Beleuchtung zählen für viele Menschen in Lüneburg wie anderswo auch Weihnachtsmärkte zur Adventszeit. Ob und wie das in der Hansestadt trotz Corona möglich sein kann, dazu gab es jetzt auf Einladung von Oberbürgermeister Mädge einen ersten Gedankenaustausch. Foto: Hansestadt Lüneburg (Archiv)(sp) Lüneburg. Adventszeit in Lüneburg ohne den Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus und die weihnachtlichen Angebote Privater über die Innenstadt verteilt? Das soll, so es denn irgendwie corona-sicher möglich ist, nicht sein. Darüber bestand Einigkeit in der Runde, die Oberbürgermeister Ulrich Mädge am Freitagabend (4. September 2020) zu einem Austausch in die Musikschule geladen hatte. Greifbar sei noch nichts, so der Oberbürgermeister, „aber wir möchten Ihnen gern unsere Überlegungen vorstellen und auch Ihre hören“. Im Laufe der Woche gebe es weitere Termine dazu auf Landesebene, er glaube allerdings nicht, dass das Land vor Ende September entscheide, insofern stünde jede Planung unter Vorbehalt.

Die Hansestadt möchte allen Beteiligten die Planung attraktiver Angebote erleichtern, so Mädge, darum gilt: keine Standgebühren für öffentliche Flächen bis Jahresende, Unterstützung / Beratung über die LMG bei Öffentlichkeitsarbeit, Hygienekonzepten, und bei Zugangskontrollen. Noch steht nicht fest, ob hier Systeme mit QR-Codes, Chipkarten oder Online-Ticketing das Mittel der Wahl sein können. Und auch die Vergabemodi für die öffentlichen Flächen müssten unter den veränderten Bedingungen noch einmal neu festgezurrt werden.

Die Rechtslage
Aktuell und noch mindestens bis Ende Oktober sind Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten. Indes gibt es Signale von der Landesspitze, dass unter bestimmten Voraussetzungen weihnachtliche Märkte erlaubt werden können, wenn sie nicht länger als vier Wochen dauern und es Zugangskontrollen gibt, um im Corona-Fall zurückverfolgen zu können, wer sich dort zusammen aufgehalten hat. Feste Überzeugung wohl nicht nur in Lüneburg ist zudem, dass Engstellen aus Gründen des Infektions- wie des Brandschutzes möglichst zu vermeiden sind.

Was das für die kommende Adventszeit in der Stadt heißen kann, stellten Mädge und Sicherheitsdezernent Markus Moßmann der Runde vor, zu der neben privaten Marktbetreibern und Schaustellern auch Vertreter von Lüneburg Marketing GmbH (LMG) und Lüneburger Citymanagement (LCM), der Wochenmarktbeschicker sowie der örtlichen Ver- und Entsorger gehörten.

Die Eckpunkte

  • Flächen entzerren, dezentrale Flächen möglichst mit einbeziehen, gern im Rundlauf,
  • Fußgängerzonen von Ständen freihalten,
  • Flächen für ein entspanntes Verweilen und Verzehren schaffen, wo das möglich ist.
  • Das städtische Angebot auf dem Marktplatz könnte voraussichtlich maximal um die 20 Stände umfassen (etwa die Hälfte der sonstigen Kapazität) und nur eine begrenzte Besucherzahl zeitgleich aufnehmen. Aufgebaut im Einbahnstraßenprinzip sollten Verweilflächen in der Mitte der Runde erkennbar eingerichtet werden.
  • Hinzu kämen (wiederum reduziert) wenige Stände vor der IHK.
  • An der neu gestalteten Bardowicker Straße könnte eine Fläche für bis zu neun Stände vergeben werden, gern en bloc.
  • Gegebenenfalls könne auch über andere Flächen beraten werden, etwa am Schrangenplatz, am Lambertiplatz, im Kurpark, vor dem Museum Lüneburg, auf der Bastion (Liebesgrund), wenn sich dort interessierte Betreiber fänden.
  • Der Platz Am Sande solle für Linien- und Touristenbusse, die Sülzwiesen fürs Parken von Märkten freigehalten werden.
  • Von den Sülzwiesen aus soll es nach Möglichkeit einen Busshuttle in die Stadt geben.

Wichtig für Angebote Dritter
Es bleibt zunächst abzuwarten, welche Vorgaben das Land Niedersachsen macht und welche Möglichkeiten es sieht. Auf dieser Basis wird dann der Landkreis Lüneburg als Gesundheitsbehörde vor Ort konkret über Angebote und Konzepte entscheiden. Der Bereich Ordnung der Hansestadt ist erster Ansprechpartner für Marktveranstalter (Tel. 04131 309-3276 / Mail: ordnungsamt@stadt.lueneburg.de). Er berät, bündelt und vermittelt zum Landkreis Lüneburg.