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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

„Wir für Lüneburg“ will Geschäfte und Arbeitsplätze vor der Haustür erhalten (03.12.2020)

"Wir für Lüneburg" ist das Motto dieser Tage - auch für die Angebote für die Advents- und Weihnachtszeit in der Innenstadt. v.l. (vorn) Landrat Jens Böther, Stadtrat Markus Moßmann, Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Michael Zeinert (Verein der Kaufleute), Lars Werkmeister (LMG),  v.l. (hinten) Heiko Meyer (LCM), André Elfers (Hold), Superintendentin Christine Schmid, Museumschefin Dr. Heike Düselder, Matthias Mantau und Benno Fabricius (Schausteller). Foto: Hansestadt Lüneburg  (sp) Lüneburg. „Wir brauchen die geballte Kraft aus der Region, um mit Sicherheit und Zuversicht durch die Advents- und Weihnachtszeit zu kommen.“ Mit diesen Worten leitete Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge am Dienstag (1. Dezember 2020) ein Pressegespräch ein, das einen Bogen schlug vom Wir-Gefühl in der Lüneburger Gesellschaft über die Stärkung der Innenstadt hin zu einem Balanceakt zwischen Infektionsschutz-Regeln und kleinen weihnachtlichen Erlebnissen am Ende eines schwierigen Jahres. So breit aufgestellt das Gespräch, siehe die Statements unten – so vielschichtig das vorgestellte Angebot (siehe auch Extra-Überblick): Einkaufsgutscheine unter dem Stichwort Weihnachtsbonus, Gutscheine für Radfahrer, kostenloses Parken und Busfahren am Sonnabend, Kleinkunst & Musik, Gassenzauber, Beleuchtung & Bäume.

Ein 600.000 Euro starkes Unterstützungspaket mit diesen und anderen Impulsen unter dem bereits im Frühjahr ins Leben gerufenen Motto „Wir für Lüneburg“ hat der Rat der Stadt vorige Woche in großer Mehrheit verabschiedet. Aktuell schmieden Hansestadt und LMG, immer in enger Abstimmjung mit dem Landkreis Lüneburg als Gesundheitsschutzbehörde und den weiteren Partnern weiter an der genauen Umsetzung. Das Ziel ist es, vor allem Kundinnen und Kunden aus Stadt und Landkreis zum Einkauf vor Ort zu bewegen, um so Geschäfte und Arbeitsplätze vor der Haustür in schwieriger Zeit zu stützen.

  • Die weihnachtlichen Insellösungen mit Imbissen und Getränken sollen ab dem 4. Dezember starten (bis 23. Dezember).
  • Radfahrgutscheine und Gratisparken in einigen Parkhäusern sind erstmals am 5. Dezember möglich.
  • Der Einkaufsgutschein Weihnachtsbonus betritt am 7. Dezember die Bühne. Einzulösen bis Ende Februar 2021.
  • Manches, wie der Gassenzauber, Beleuchtung und Bäume, ist bereits angelaufen.

Klar ist: Da es in diesem Corona-Jahr keine Routinen gibt und alles auch von der Einhaltung der gültigen Regeln abhängt, sind Umplanungen jederzeit möglich. „Es ist ein Experiment“, so Mädge. Warum die Mühe? „Es geht darum die Innenstadt als Treffpunkt sowie Lebens.- und Handelsort zu erhalten.“

Weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Pressegesprächs zum vierten Aufschlag von „Wir für Lüneburg“ in Zitaten:

 
Christine Schmid, Superintendentin im Kirchenkreis Lüneburg:
„Die Krise macht vielen zu schaffen. Wenn die Angst um die Existenz überhandnimmt, wenn wir zu viel allein sind, wirkt sich das auch auf die Seele und die Gesundheit aus. Dann ist es gut zu überlegen, wie wir hier vor Ort etwas tun können, damit es nicht noch schlimmer wird. Jede und jeder kann etwas dazu beitragen. Zuversicht hat mit Zukunft und Zusammenhalt zu tun.“
 
Jens Böther, Landrat Lüneburg:
„Auch wenn Weihnachtsmärkte in diesem Jahr nicht erlaubt sind: Die Innenstädte attraktiv zu gestalten, ist gut und richtig. Wir haben uns intensiv dazu ausgetauscht, was machbar ist und was nicht – und das müssen wir auch weiter beobachten. Beim Kultursommer auf den Sülzwiesen haben wir bereits gute Erfahrungen mit strukturierten Angeboten gemacht. Am 4. Dezember werden wir eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Diese bringt auch Klarheit, was das Essen und Trinken in der Innenstadt angeht – dies geht dann nur noch im Sitzen in bestimmten Bereichen."
 
Lars Werkmeister, Geschäftsführer Lüneburg Marketing GmbH:
„Wir haben dieses Jahr keine typische Weihnachtszeit, keine Weihnachtsstadt, keinen Weihnachtsmarkt. Die Corona-Pandemie prägt das Stadtleben. Die Folge: Händler und Gastronomen vor Ort bangen um ihre Existenzen, die Lüneburger Altstadt steht vor großen Herausforderungen. Entscheidend ist jedoch: Auch nach Weihnachten, im kommenden Jahr wird uns das Virus begleiten, es wird nicht einfach verschwinden. Wir müssen lernen damit zu leben und Lösungen für Infektionsschutz in einer Innenstadt haben. Mit dem Lüneburger Gassenzauber und unserem Weihnachtsbonus möchten wir hierzu einen Beitrag leisten. Der Weihnachtsbonus startet am 7. Dezember, die Gutscheine sind bis Februar einzulösen."
 
Markus Moßmann, Ordnungsdezernent Hansestadt Lüneburg:
„Wir glauben ein Angebot zu schaffen, das sich – unter Einhaltung der Hygienevorgaben –gegenseitig stärkt. Es wird ein kleines Karussell vor der IHK geben und wir haben wenige Standorte für weihnachtliche Angebote, mit Ausschank, Imbiss und Süßwaren, immer nur zwei bis drei Stände. In Sichtweite Verweilflächen zum Essen und Trinken im Sitzen. Diese Flächen können auch Kunden nutzen, die ihr Getränk im Außer-Haus-Verkauf der Gastronomie oder ihr Brötchen beim Bäcker geholt haben. Schausteller, ein Sicherheitsdienst und der städtische Ordnungsdienst werden die Einhaltung der Regeln überwachen.“
 
Michael Zeinert, Präsident der Lüneburger Kaufleute und Hauptgeschäftsführer der IHK:
„Die Hansestadt Lüneburg leistet Außergewöhnliches zur Unterstützung der Lüneburger Unternehmen während der Corona-Pandemie. Dies findet nun Fortsetzung in dem Unterstützungsprogramm für den Einzelhandel. Es verbessert die Attraktivität der Stadt in schwieriger Zeit. Wir als Verein der Lüneburger Kaufleute sind berührt von der Solidarität und dem Zusammenhalt der Lüneburger und unterstützen dieses Projekt deshalb sehr gerne.“
 
André Elfers, Geschäftsleitung HOLD Modevertriebs GmbH:
„Wir sind ein Familienunternehmen in Lüneburg, und aus unserer Sicht kann ich nur sagen: Ich finde es gut, dass so viele Menschen und Institutionen in Lüneburg versuchen sich der schwierigen Situation nicht einfach zu ergeben, sondern dass sie kreative Ideen entwickeln. Der Handel benötigt Unterstützung, denn wir alle wollen in attraktiven Städten leben."
 
Benno Fabricius, Vorsitzender des Schaustellerverbands in Lüneburg:
„Wir gehen normalerweise nach dem Weihnachtsmarkt drei Monate in die Winterpause. In diesem Jahr ist uns nicht nach Pausen zu Mute und wir müssen sehen, wie wir weiter durchkommen. Aber diese Runde tut gut, denn Einigkeit macht stark und das weckt auch bei uns ein wenig Zuversicht.“
 
Heiko Meyer, Vorsitzender des Vereins Lüneburger City Management:
„Ich bin sehr angetan, von dem, was hier aufgestellt wurde. Es ist in Lüneburg und nicht nur hier, sondern in der ganzen Bundesrepublik, fünf nach zwölf. Der Handel hat zum Teil Einbrüche von 40, 50 Prozent. Daran kann man auch sehen, welchen Effekt sonst das Zusammenspiel von Handel und Gastronomie hat, das aktuell wegfällt. Darum ist es gut, wenn wir jetzt regional etwas tun, damit die Kunden aus der Region kommen – und auch wiederkommen. So unterstützen wir die, die hier vor Ort vieles finanzieren, was uns wichtig ist.“