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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Zukunft des Sonderlandeplatzes: Runder Tisch zurrt weiteres Vorgehen bei der Ausgestaltung des Pachtvertrages fest (10.07.2020)

(sp) Lüneburg. Was soll er beinhalten, der neue Pachtvertrag mit dem Luftsportverein Lüneburg, welche Pachthöhe ist künftig für die Nutzung der 20 Hektar großen Fläche im Osten Lüneburgs angemessen, welche Regelungen wird es im Vertrag geben bezüglich der Flugzeiten, des Landschaftsschutzes oder der Richtung, in der Motorflieger starten und landen? Zu diesen Fragen haben gestern (9. Juli 2020) Richard Meier, Vorsitzender des Luftsportvereins Lüneburg e.V. (LVL), die Hansestadt, der Landkreis Lüneburg, die Bürgerinitiative gegen Fluglärm und Vertreter der Ratsfraktionen auf Einladung von Oberbürgermeister Ulrich Mädge im Rathaus zusammengesessen. Bei dem Runden Tisch ging es darum, vor den eigentlichen Pachtverhandlungen Wünsche und Vorstellungen aller Beteiligten auszutauschen und sich ein Bild von der Interessenlage zu verschaffen. Zugleich wurden das weitere Vorgehen und ein Zeitplan für die Ausgestaltung des Vertragsentwurfs festgezurrt.
 
Auf Vorschlag der Verwaltung wird die Verwaltung der Hansestadt in einem ersten Schritt gemeinsam mit einem externen Gutachter den Wert der Fläche ermittelt und einen Pachtpreis festlegt.Anschließend soll eine Rechtsanwaltskanzlei basierend auf den Vorstellungen und Wünschen aller Beteiligter einen ersten Entwurf für den Pachtvertrag vorlegen. „Ziel ist es, dass dieser Entwurf nach den Sommerferien vorliegt“, so Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Dann wird der Runde Tisch erneut zusammenkommen, um den Entwurf zu diskutieren. Zuletzt entscheidet der Rat über den Vertrag.
 
Hintergrund für die Verhandlungen ist der erfolgreiche Bürgerentscheid des Luftsportvereins Lüneburg e.V. Entgegen dem Ratsbeschluss, den Pachtvertrag für den Flugplatz nicht zu verlängern, hatten die Bürgerinnen und Bürger am 14. Juni 2020 beim ersten Bürgerentscheid in der Hansestadt für eine Verlängerung des Pachtvertrages gestimmt. Da der aktuelle Vertrag zum Oktober ausläuft, müsse es das Ziel sein, einen neuen Pachtvertrag im Oktober im Rat zu beschließen, betonte Oberbürgermeister Ulrich Mädge gleich zu Beginn des Runden Tisches.
Richard Meier, der im Vorfeld des Treffens ein Arbeitspapier mit den Verhandlungspositionen des Luftsportvereins an alle Beteiligten des Runden Tisches geschickt hatte, betonte zum Ende der Zusammenkunft, dass der Vertrag auf "Augenhöhe" zwischen allen Parteien auszuhandeln sein müsse. „Alle Seiten werden sich hier bewegen müssen“, so Meier.