Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

Neu-Lüneburgerin Lachauer mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet (15.09.2017)

Ursula Maria Lachauer (rechts) freut sich über das Bundesverdienstkreuz, das Lüneburgs Dezernentin für Bildung, Jugend, und Soziales, Pia Steinrücke, ihr überreicht hat. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Die im westfälischen Ahlen geborene Autorin von mehr als über dreißig Dokumentarfilmen, Radioporträts, Features und Büchern, Ursula Maria Lachauer, trägt seit heute (Freitag, 15. September 2017) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, weil es ihr durch ihr Werk gelungen ist, „eine breite Öffentlichkeit für die Geschichte und die Gegenwart der Menschen des historischen Ostpreußens zu interessieren, das Thema zu ‚entstauben‘ und aus dem Abseits zu holen“, heißt es in der Vorschlagsbegründung.
 
Dem Bundespräsidenten war Ursula Maria Lachauer für die Verleihung des Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen worden vom Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, da sie vor ihrem Umzug nach Lüneburg in Stuttgart lebte. Die Auszeichnung in Vertretung des Bundespräsidenten nahm Lüneburgs Dezernentin für Bildung, Jugend und Soziales, Pia Steinrücke, vor. In ihrer Laudatio heißt es: „In ihren Filmen und dokumentarischen Romanen hat Ursula Maria Lachauer Geschichte nahbar und die Menschen in ihr sichtbar gemacht. Im Fokus ihrer Arbeit stehen der Verlust von Heimat, der Verlust von Kultur und Lebensschicksale von Menschen, die sich ohne Halt und entwurzelt fühlen.“
 
Ursula Maria Lachauer hat in Berlin und Gießen Geschichte, Philosophie und Politologie studiert und sich schon früh in ihrer journalistischen und wissenschaftlichen Arbeit mit Vertriebenen aus Osteuropa befasst. Die Menschen und ihre Geschichten, gerade in der Zeit des politischen Umbruchs in Osteuropa, haben das Mitglied im Kuratorium des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten fortan nicht mehr losgelassen.
 
Seit 2015 lebt Ursula Maria Lachauer  in Lüneburg im generationenübergreifenden Wohnprojekt ‚Lena‘ – Lebendige Nachbarschaft am Brockwinkler Weg. Hier arbeitet sie aktuell am Thema ‚Liebe und Sehnsucht zum Ländlichen‘.
 
In ihrer Dankesrede machte Ursula Maria Lachauer ihr ursprünglich sehr distanziertes Verhältnis zum deutschen Staat in der Nachkriegszeit deutlich. Das habe sich mit der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland gewandelt. Heute lebe sie gern in der Bundesrepublik, freue sich sehr über die Ehrung und dankte der Hansestadt Lüneburg dafür, dass sie den Festakt zu ihrer Ehrung „so liebenswürdig ausgerichtet hat.“