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Sechs Schätze der Region: Stelljes-Preis für sechs Ehrenamtliche (24.01.2018)

Ehrende und Geehrte: Ulrich Mädge, Christine Schmid (v.l.) sowie Manfred Nahrstedt (r.) aus dem Vorstand der Stiftung, vorne v.l. Hella Siedenburg, Elke Frost und Ulrike Grudda, hinten v.l. Benjamin Bahr, Hendrik Schatz und Michael Ziegeler sowie Torsten Schrell (Vorstandsmitglied Sparkasse Lüneburg). Fotos: Carolin GeorgeLüneburg. Sie hebt Schätze: Ein Mal im Jahr ehrt die Hans-Heinrich-Stelljes-Stiftung Menschen, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft einsetzen. „Ihren Verdienst können wir nicht mit Geld aufwiegen, mit dem Preis aber unsere Anerkennung zeigen“, sagte der Stiftungsratsvorsitzende Ulrich Mädge bei der feierlichen Ehrung am Mittwochabend in der KulturBäckerei. Die Schätze heißen Ulrike Grudda, Hendrik Schatz, Benjamin Bahr, Hella Siedenburg, Elke Frost und Michael Ziegeler.

„Es gibt Menschen in Lüneburg, die gehören einfach zum Stadtbild“, sagte Carsten Junge in seiner Laudatio. Eine davon ist Ulrike Grudda, langjährige Vorsitzende der Lüneburger Stadtführer. Neben ihrem Engagement für die Kolleginnen und Kollegen arbeitet Ulrike Grudda im Vorstand des Lüneburger Verkehrsvereins sowie im Vorstand des Freundeskreises Theater. Ihr Preisgeld will sie verschiedenen Tierschutzprojekten spenden, denn auch in diesem Bereich engagiert sich die Lüneburgerin: beim Verein Berner Sennenhunde in Not.  

„Gute Gewächse“ nannte Laudator Renald Morié die Preisträger Hendrik Schatz und Benjamin Bahr. Nach vier Jahren als Teamer in der Jugend- und Konfirmandenarbeit in der Kirchengemeinde Reinstorf gründeten sie den Verein Betr believe – Betr steht für Bund ehemaliger Teamer Reinstorf. Die jungen Männer stu-dieren zwar mittlerweile, setzen sich aber noch immer für Konfirmanden ein, ob sie bei Freizeiten kochen oder bei Konfirmationen fotografieren. Ihr Preisgeld wollen sie dafür einsetzen, dass sozial Schwächeren die Teilnahme an Fahrten ermöglicht wird.

„Die Gesichter der Bürgerstiftung“ sind Hella Siedenburg und Elke Frost nach den Worten ihres Festredners Ulrich Mädge, seit die Stadt 2005 zwölf kleine Stiftungen zu einer großen Bürgerstiftung zusammengefasst hat. Mehr als 200 generationenübergreifende Projekte hat das Duo angeschoben und begleitet, und das mit Abstand größte Projekt der Stiftung ist die Sanierung des Komplexes Roter Hahn zu elf Wohnungen für Künstler und Kulturschaffende. „Ohne Sie wären wir nicht so weit gekommen“, sagte Mädge. Mit dem Preisgeld wollen die Geehrten eine der Wohnungen mit LED-Lampen ausstatten.

„Er hat den TuS Reppenstedt geprägt wie kein Zweiter: mit Liebe, Arbeit und Engagement“, sagte Josef Röttgers in seiner Laudatio auf Michael Ziegeler. Im Alter von 31 Jahren wurde Ziegeler zum Vorsitzenden des Sportvereins gewählt – und blieb es 40 Jahre lang. „Sein Lebenswerk ist die neue Sportanlage, eine der schönsten und attraktivsten im Landkreis“, so Röttgers. Mit mehr als 1000 Mitgliedern zählt der TuS heute zu den größten Sportvereinen der Umgebung.

In einem waren sich in ihren Dankesworten alle Geehrten einig, und mit diesem Gedanken schloss auch Manfred Nahrstedt als stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender den Abend: „Das Ehrenamt ist nicht nur ein Gewinn für andere, sondern auch für sich selbst.“ Großen Applaus erhielten bei der Feierstunde im Großen Saal der KulturBäckerei übrigens nicht nur die Geehrten, sondern auch die Notenchaoten: Die Band der Oberschule Adendorf.

Der Hans-Heinrich-Stelljes-Preis für ehrenamtliches Engagement wird in Erinnerung an Lüneburgs ehemaligen Oberstadtdirektor ausgelobt. Mit der Ehrung ist ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden. Den Preis stellt die Sparkassenstiftung Lüneburg in Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg zur Verfügung.