Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

Abbrucharbeiten für Brandruine am Handwerkerplatz beginnen (16.05.2019)

(sp) Lüneburg. Am Handwerkerplatz haben heute (16. Mai 2019) die Abrissarbeiten für die dortige Imbiss-Ruine begonnen. Der Abbruch von Grundmauern und Fundament wird voraussichtlich drei Tage in Anspruch nehmen und bis Anfang kommender Woche abgeschlossen sein. Mit dem Abriss setzt die Stadt nach einer jahrelangen Auseinandersetzung mit der Pächterin der Fläche nun die rechtskräftige Entscheidung vom Oberlandesgericht Celle um. Diese beinhaltet die Erlaubnis, das zu tun, was die Eigentümerin der Ruine bisher trotz zweier entsprechender Gerichtsurteile nicht getan hat - nämlich die Ruine zu beseitigen und die Fläche zu räumen.Der Abriss des ehemaligen Imbiss wird rund drei Tage in Anspruch nehmen. Foto: Hansestadt Lüneburg

 „Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt endlich diesen Schandfleck beseitigen und den Eingangsbereich in die Innenstadt ansprechend gestalten können“, betonte Lüneburgs Stadtbaurätin Heike Gundermann. Was genau an der Ecke passieren soll, steht noch nicht fest. Zwei alte und große Eichen säumen die Fläche. Eine von ihnen steht sehr nah an der Brandruine und muss deshalb vor Beginn der Abrissarbeiten und währenddessen umfassend geschützt werden. Ein Bagger mit einem Abbruchgreifer wird zunächst das Mauerwerk abtragen. Anschließend wird das Fundament entfernt.

Bereits im Sommer 2014 war der ehemalige Imbiss abgebrannt. Seither gab es zunächst intensive und langwierige Verhandlungen zwischen Hansestadt und der Eigentümerin der Brandruine. Diese Gespräche führten zu keiner Lösung sondern mündeten in einem Rechtsstreit, im Zuge dessen die Pächterin der Fläche bis zum Bundesgerichtshof klagte. Die Klägerin nahm ihre Revision aber wegen fehlender Erfolgsaussichten zurück, so dass die Entscheidung des OLG Celle wirksam bleibt. Dass die Angelegenheit nun endlich ein Ende hat, freut auch Wolfgang Sorger, den Leiter des Lüneburger Rechtsamtes: „Mein Dank gilt vor allem unserem Anwalt, dem es gelungen ist, diesen Rechtsstreit in relativ kurzer Zeit durch zwei Instanzen zu bringen. So können wir jetzt endlich die Fläche räumen lassen.“

 Anfang dieses Jahres gewährte die Hansestadt der Eigentümerin eine letzte Frist, um die Überreste der Ruine selbst zu beseitigen sowie alle bisher aufgelaufenen Mietrückstände  sowie Zinsen zu zahlen und das Grundstück an die Verwaltung zu übergeben. Nachdem auch diese Frist erfolglos verstrichen ist, hat die Hansestadt schließlich die Vollstreckung eingeleitet.