Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

„Aufeinander zugehen“ – Lüneburg folgt dem Motto zum Hansetag in Pskow (24.06.2019)

So fröhlich endete der Hansetag 2012 in Lüneburg. Städte aus dem gesamten Hanseraum präsentierten sich bei der Abschlusszeremonie. Diese Woche startet eine Delegation aus Lüneburg zum Hansetag in der russischen Stadt Pskow. Archiv-Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Wenn sich die internationalen Hansestädte ab kommenden Donnerstag zum Austausch in der russischen Stadt Pskow treffen, ist auch eine Delegation aus Lüneburg dabei. Der 39. Internationale Hansetag der Neuzeit (27. bis 30. Juni 2019) steht unter dem Motto „Aufeinander zugehen“. Für Lüneburg machen sich dazu unter der Leitung von Katrin Schmäl, Fachbereichsleiterin Kultur, die Ratsmitglieder Rainer Mencke (CDU), Claudia Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen), Robin Gaberle (AfD) und Frank Soldan (FDP) sowie drei Jugenddelegierte auf den Weg. Hinzu kommen weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Rathaus und dem Salzmuseum. Pskow liegt im Nordwesten Russlands jeweils kurz hinter der Grenze zu Weißrussland, Lettland und Estland an den Flüssen Welikaja und Pskowa.

Auf dem Hansemarkt in Pskow gestalten die Lüneburger während der Tage einen Info-Stand, an dem sich Interessierte über die Hanse- und die Salzgeschichte Lüneburgs informieren und Kontakte knüpfen oder auch vertiefen können. Dem Kennenlernen und dem Austausch dienen auch die offiziellen Empfänge, unter anderem der Gastgeberstadt sowie Lübecks als Hauptstadt des Hansebundes und Brilons als Ausrichter des Hansetages im kommenden Jahr. Daneben gibt es für alle Gäste viel Kultur zu erleben, von einem internationalen Chorfestival zur Eröffnung im Pskower Kreml – das Wort Kreml steht nicht allein für den russischen Regierungssitz in Moskau, sondern allgemein für eine Zitadelle (Befestigungsbau), wie sie für mehrere altrussische Städte typisch ist – bis zur Aufführung der Oper „Die Pskowerin“ am letzten Abend im Mariinski-Theater. Zu den Höhepunkten zählen ferner ein Hanseatisches Kinofestival, ein offenes, kreatives Labor für Kunsthandwerk und Kulturauftritte von Gruppen aus vielen verschiedenen Hansestädten.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge wünscht der Reisegruppe gute Gespräche und Begegnungen: „Der Hansebund der Neuzeit ist die weltweit größte freiwillige Städtegemeinschaft mit Mitgliedern aus vielen Ländern Europas, aber auch darüber hinaus bis in den russischen Raum hinein. Unsere Geschichte verbindet uns, daraus ergeben sich ähnliche Werte und viele Möglichkeiten, um Herausforderungen, die Städte heutzutage lösen müssen, grenzüberschreitend aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Das ist ein Beitrag zur Völkerverständigung.“ Denn neben den Schwerpunkten Kultur und Tourismus haben auch gemeinsame Sitzungen, um wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen miteinander zu diskutieren, ihren festen Platz bei jedem Hansetag.

Lüneburg ist im 13. Jahrhundert Vollmitglied der Hanse geworden und blieb bis ins 15. Jahrhundert aktiv dabei, in den späteren Jahrhunderten verloren die Mitgliedschaft der Stadt und auch Hansebund insgesamt an Bedeutung. 2007 erlangte Lüneburg als erste Hansestadt in Niedersachsen den Titel offiziell wieder zurück. 2012 feierte Lüneburg den 32. Internationalen Hansetag friedlich und fröhlich mit rund 200.000 Besucherinnen und Besuchern aus dem In- und Ausland.