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Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

Förderbescheid für Zukunftsstadt 2030+ ist da – Umsetzung von Bürger-Ideen starten im neuen Jahr (20.12.2019)

Grafik: Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+(sp) Lüneburg. Fast eine Million Euro steht auf dem Zuwendungsbescheid, den die Hansestadt Lüneburg bereits sehnsüchtig erwartet hat. Mit dieser Summe fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+. Als Projektzeitraum festgelegt ist die Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2023. „Das ist ein tolles Weihnachtsgeschenk“, freut sich Markus Moßmann, Nachhaltigkeitsdezernent und gleichzeitig Verbundkoordinator für das Projekt Lüneburg 2030+. Das Bundesbildungsministerium fördert das gemeinsame Projekt von Hansestadt und Universität damit nun in der dritten Phase.

Auch Thomas Wiebe, auf städtischer Seite der Projektkoordinator von Lüneburg 2030+, freut sich über das vorgezogene Weihnachtsgeschenk. „Das Antragsverfahren war extrem aufwändig, umso glücklicher sind wir, dass wir nun den verbindlichen Förderbescheid in den Händen halten.“ Auch die Leuphana Universität als Projektpartner hat ihren Förderbescheid über knapp 500.000 Euro erhalten. „Wir wollen jetzt gemeinsam so schnell wie möglich mit der Umsetzung der Bürgerideen aus Phase I und II starten“, so Wiebe. Insgesamt 15 sogenannte Realexperimente sollen  im dreieinhalbjährigen Projektzeitraum umgesetzt und evaluiert werden, darunter unter anderem eine Servicestelle Ehrenamt, ein Wohnprojekte-Kontor und ein Ernährungsrat. Alle Experimente dienen dazu, die nachhaltige Entwicklung der Stadt Lüneburg voranzutreiben. Die Projektpartner Stadt und Universität setzen dabei auf eine breite Bürgerbeteiligung. „Alle, die Lust haben, die Zukunft Lüneburgs mitzugestalten, sind herzlich eingeladen“, betont Wiebe. Die Einbindung der Lüneburgerinnen und Lüneburger soll unter anderem durch eine große Auftaktveranstaltung im Frühjahr gelingen.

Bevor es aber so weit ist, muss nun zunächst das notwendige Personal gefunden werden, das die Experimente vorbereitet und die Umsetzung begleitet. „Die ersten Ausschreibungen gehen im Januar raus“, so Wiebe. Insgesamt werden bei der Hansestadt voraussichtlich sieben und bei der Leuphana drei Projektbezogene Halbtagsstellen besetzt. Zu finden ist das Zukunftsstadt-Büro der Hansestadt bereits jetzt in der Waagestraße 1. Hier arbeiten bisher drei Mitarbeiter des neuen Bereichs 34 „Nachhaltigkeit und Mobilität“. In die Büros ziehen dann die weiteren Mitarbeiter ein, die durch das Projekt gefördert werden. Die Koordinierung und Durchführung der Realexperimente und Veranstaltungen wird vom Zukunftsstadt-Büro aus organisiert.

Begleitet werden alle Aktivitäten rund um das Projekt Zukunftsstadt außerdem von einem Beirat, dem die zentralen Entscheidungsträger aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft angehören werden und der voraussichtlich zweimal pro Jahr tagen wird.

Eng verzahnt werden soll das Projekt Zukunftsstadt mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (kurz ISEK) für Lüneburg, um inhaltliche Synergien zu erzeugen und Bürgerbeteiligungsprozesse zusammenzuführen. Das hatte der Rat der Stadt bereits Anfang 2019 entschieden. Mit dem Zuwendungsbescheid für die Zukunftsstadt ist also indirekt auch der Startschuss für die Arbeiten am ISEK gesetzt. Hier steht als erstes der Leitbildprozess an, der ebenfalls unter breiter Bürgerbeteiligung erfolgten soll. Beide Prozesse werden zusammengeführt.

Lüneburg ist eine von bundesweit acht Zukunftsstädten, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Von Beginn an fußte Lüneburg 2030+ auf dem Prinzip der Partizipation und auf dem Austausch von verschiedenen Akteuren. So wurde die Bewerbungsskizze 2015 gemeinsam von der Hansestadt, der Leuphana Universität und dem Verein T.U.N. erarbeitet.