Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

Gemeinsam für den Klimaschutz: Startschuss für den 29. Partnerstädtelauf Köthen-Lüneburg (24.06.2019)

(sp) Lüneburg. Mit einem lauten „Auf die Plätze, fertig, los“ schickte Bürgermeister Eduard Kolle heute Abend (21. Juni 2019) 26 Läuferinnen und Läufer auf dem Marktplatz in die Spur. Diese führt die Teilnehmer des Partnerstädtelaufs Lüneburg-Köthen insgesamt 250 Kilometer weit aus der Hansestadt hinaus bis in die Partnerstadt in Sachsen-Anhalt. „Damit gilt unser Lauf nicht nur als der älteste sondern auch als der streckenmäßig längste bundesweit“, erklärt Georg Grohmann aus Köthen stolz. Der 74-Jährige hat den Lauf nach der Grenzöffnung ins Leben gerufen und ist seither jedes Mal selbst mitgelaufen. „Für die heutige 29. Auflage hoffen wir auf einen gnädigen Wettergott, das heißt wenig Regen, wenig Gegenwind und ein bisschen Abkühlung“, fasst Grohmann vor dem Startschuss zusammen. 250 Kilometer von Lüneburg bis nach Köthen: Mit einem lauten „Auf die Plätze, fertig, los“ schickte Bürgermeister Eduard Kolle 26 Läuferinnen und Läufer auf dem Marktplatz in die Spur. Foto: Hansestadt Lüneburg

 

Zum ersten Mal in der Geschichte des Partnerstädtelaufes steht der Staffellauf nicht nur im Zeichen von Freundschaft und Sport, sondern die gemeinsame Aktion soll zugleich ein Zeichen für den Klimaschutz setzen, erklärt Stefanie Kibscholl, die im Rathaus die Städtepartnerschaften und -freundschaften betreut und den Partnerstädtelauf in diesem Jahr organisiert hat. „Wir werden während der gemeinsamen ersten und letzten Etappe entlang des Weges nach Müll Ausschau zu halten und diesen einsammeln“, erklärt Kibscholl, die selbst am Lauf teilnimmt. Die Idee sei entstanden, nachdem sich dieses Jahr auch Läufer aus der sogenannten Lüneburger PAV angemeldet hatten, der Plastik Abwehr Vereinigung, die regelmäßig beim Laufen in und um Lüneburg Abfall einsammelt.

„Wir können natürlich nicht auf der gesamten Strecke Müll sammeln, dann würde ja auch unsere Streckenzeit arg darunter leiden“, so Kibscholl. Aber dennoch wollten Lüneburger und Köthener mit ihrer Aktion zeigen, wie wichtig es sei, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und dass man gemeinsam viel erreichen könne – auch im Kleinen.Während der gemeinsamen ersten und letzten Etappe sammelten die Läufer erstmals Müll während des Partnerstädtelaufs. Foto: Hansestadt Lüneburg

 

Nach der ersten gemeinsamen Etappe startet anschließend der eigentliche Staffellauf, bei dem der jeweils aktuelle Läufer die Grußbotschaft trägt, die Oberbürgermeister Ulrich Mädge seinem Amtskollegen Bernd Hausschild in Köthen überbringen lässt.

 

Ein Zwischenstopp ist dabei immer fest eingeplant, nämlich der an der ehemaligen deutschen Grenze. Zwischen Döhren (Sachsen-Anhalt) und Mackendorf (Niedersachsen) wird dann in den frühen Morgenstunden traditionell mit einem Schluck Sekt auf die Wiedervereinigung und die Freundschaft zwischen Lüneburg und Köthen angestoßen. Am Samstagabend dann werden alle Läuferinnen und Läufer in Köthen in Empfang genommen.