Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

Grundschule Lüne: Kein Asbestfund bei Staubproben im Treppenhaus (24.05.2019)

(sp) Lüneburg. Das Wichtigste in Kürze: Die Ergebnisse der ersten Proben, die ein Gutachterbüro in dieser Woche im Treppenhaus der Grundschule Lüne genommen hatten, können beruhigen: kein Asbestbefund. In der kommenden Woche wird der Gutachter weitere Proben nehmen und auswerten. Unterdessen liegt das fertige Schadstoffkataster, das die Hansestadt vorbereitend für den Ausbau der Schule zur Ganztagsschule ab 2020/21 in Auftrag gegeben hat, vor. Der Laborbericht zu den Proben und das fertige Kataster sind als pdf-Dokumente in der rechten Spalte zu finden.

Die Hansestadt Lüneburg hatte am Montag (20. Mai 2019) bei einem Info-Abend in der Grundschule Lüne Eltern und Lehrkräften zugesagt, schnellstmöglich weiter zu untersuchen und zu informieren. Denn dort war es im Zuge von verschiedenen Arbeiten – zum einen Untersuchungen für ein Schadstoffkataster, zum anderen das Verlegen von Kabeln für den Brandschutz – zu Irritationen und Fragen gekommen. Eltern und Lehrkräfte äußerten Sorge wegen festgestellter Schadstoffe. (Siehe auch städtische Presse-Info vom 21. Mai 2019).

Seither gibt es die folgenden Neuigkeiten:

  • Am 23. Mai hat Sachverständige Dr. Alexander Berg aus Hamburg drei so genannte Staubabtupfproben von alten abgelagerten Stäuben aus dem vorderen Treppenhaus genommen, und zwar von jeweils bestaubten Oberflächen in näherem Abstand zu den dort kürzlich verlegten Kabelkanälen. Die Proben wurden in den höheren Bereichen im Treppenhaus genommen, da, wie Gutachter Berg erläutert „Asbestfasern in einem solchen Treppenhaus durch die Thermik nach oben getragen werden“. Die Proben wurden nach der Methode VDI 3877 Blatt 1 ausgewertet.
  • Ergebnis: Auf keiner der untersuchten Oberflächen wurden Asbestfasern gefunden. Der Sachverständige Dr. Berg fasst es so zusammen: „Damit kann man den Rückschluss ziehen, dass es durch die Montagearbeiten nicht zu kurzzeitig extrem hohen oder langfristig erhöhten Asbestfaserbelastungen für die Nutzer des Gebäudes gekommen ist, die nach Asbestrichtlinie die Möglichkeit einer Gesundheitsgefährdung begründen würden.“ (Laborbericht angehängt)
     
  • Die Hansestadt hat mit Eltern vereinbart noch weitere Staubabtupfproben aus den Klassenräumen zu entnehmen, auch hier wieder von alten, abgelagerten Stäuben. Dieses soll am kommenden Mittwoch (29. Mai) vor dem Unterricht passieren, unter Begleitung von Eltern aus dem Schulelternrat sowie Lehrkräften sofern gewünscht. Die Eltern erhalten dazu noch ein gesondertes Anschreiben. – Sobald die Ergebnisse von diesen weiteren Proben vorliegen, werden auch sie auf der städtischen Internetseite eingestellt.
     
  • Die Hansestadt Lüneburg wird fortlaufend weiter über die Ergebnisse informieren. So wird das orientierende Gebäudegefahrstoffkataster, das die Hansestadt – wie immer als Vorbereitung für größere Bauvorhaben – hat anfertigen lassen, am Montag an dieser Stelle ergänzt.