Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

Landesbeauftragte übergibt Millionenschweren Förderbescheid für Stadtteilhaus in Kaltenmoor (04.07.2019)

Vertreter aus dem Stadtteil Kaltenmoor, aus der städtischen Verwaltung und aus der Politik bei der Übergabe des Förderbescheides durch Landesbeauftragte Monika Scherf vor der AWO-Kita, dem geplanten künftigen Standort des neuen Stadtteilhauses. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Ein Treffpunkt für Jung und Alt, ein Ort der Begegnung, des Miteinanders und der Vernetzung, kurz: Ein Ort, so bunt wie der Stadtteil selbst – zu diesem Ort soll das Stadtteilhaus in Kaltenmoor werden, für das die Landesbeauftragte Monika Scherf jetzt einen Millionenschweren Förderbescheid an Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge überreichte. „Das sind tolle Neuigkeiten für Lüneburgs größten Stadtteil, für den wir uns schon lange einen solchen Treffpunkt wünschen“, betonte Oberbürgermeister Mädge.

Mit 1,162 Millionen Euro unterstützt das Land Niedersachsen das Stadtteilhaus im Rahmen des Bund-Länder-Förderprogramms "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier". Mit dem Programm werden in diesem Jahr 20 Maßnahmen in ganz Niedersachsen mit einem Gesamtvolumen von rund 22,5 Millionen Euro gefördert. "Das Stadtteilhaus hier in Kaltenmoor trägt dazu bei, das Miteinander, die Mitverantwortung und das Engagement im Quartier zu stärken", betonte Scherf bei der Übergabe des Bescheides vor der AWO-Kita in Kaltenmoor, dem geplanten Standort des künftigen Stadtteilhaues.

Der Bedarf für den Ausbau sozialer Infrastrukturen sei gerade in Quartieren mit besonderen Integrationsherausforderungen hoch, so Monika Scherf. "Außerdem sind von den 9000 Einwohnern in Kaltenmoor mehr als 2000 Einwohner über 65 Jahre alt. Es ist wichtig, dort präventive Altenhilfe und Seniorenberatung anzubieten und gleichzeitig einen Ort der Begegnung für verschiedene Gruppen und Akteure aus dem Stadtteil zu schaffen."

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung soll es im Stadtteilhaus insbesondere auch Angebote für ältere Menschen geben - in Ergänzung zum benachbarten Familienzentrum, wie Lüneburgs Bildungsdezernentin Pia Steinrücke erklärt. „Für Seniorinnen und Senioren soll das Stadtteilhaus einen direkten Zugang zu Beratung und Teilhabe ermöglichen.“ Geplant ist außerdem, das Haus verschiedenen Trägern, Gruppen und Akteuren aus dem Stadtteil für die Durchführung von gemeinnützigen Angeboten zugänglich zu machen.

Entstehen soll das das neue Stadtteilhaus an der Graf-von-Moltke-Straße am Standort der AWO-Kita, die in das neue Familienzentrum ziehen wird. Bei den Kosten für einen Neubau rechnet die Stadt mit rund 3 Millionen Euro. Neben der Förderung durch das Land hofft die Hansestadt auf weitere Fördermittel über das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt.