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Neue Vertretungsmodelle in der Kindertagespflege: Experten gesucht (20.06.2019)

(sp) Lüneburg. Die Anforderungen an „die Neuen“ sind hoch: Sie sollen immer zur Stelle sein, wenn andere ausfallen, sie müssen flexibel sein, sich auf immer neue Kinder und Eltern einstellen, sich bestens organisieren und vor allem vernetzen können. Die Rede ist von den Tagespflegepersonen, die künftig als Vertretungskräfte in Stadt und Landkreis tätig sein sollen. „Wir suchen sowohl für den geplanten Vertretungsstützpunkt als auch für die mobile Vertretungskraft noch Tagesmütter oder Tagesväter, die sich diese anspruchsvolle Tätigkeit zutrauen und Lust darauf haben, die neuen Vertretungsmodelle auch mit uns gemeinsam zu gestalten“, sagt Meira van Lengen, im Familienbüro Region Lüneburg zuständig für die Kindertagespflege.
 
Wie bereits im Jugendhilfeausschuss berichtet, planen Stadt und Kreis, die Betreuungssituation im Bereich der Kindertagespflege durch verschiedene Vertretungsmodelle weiter zu verbessern. „Zwar sprechen sich die Tagespflegepersonen hier jetzt schon sehr gut ab und organisieren die gegenseitige Vertretung“, sagt Ricarda Gollan, ebenfalls Mitarbeiterin im Familienbüro. „Wir wollen künftig die Kindertagespflege noch attraktiver machen  und zusätzlich für die Eltern mehr Sicherheit ermöglichen “, betont Gollan.
 
Geplant ist, dass die mobile Vertretungskraft die Betreuung direkt vor Ort übernimmt, wenn die Tagesmutter oder der Tagesvater ausfallen. Damit sich Vertretung und Kinder gut kennen, sind regelmäßige Besuche zentraler Bestandteil dieser Arbeit, erklärt Meira van Lengen. Diese Vernetzungsarbeit ist auch zentral, wenn es um die Betreuung im Vertretungsstützpunkt geht. „Auch hier muss sich die Vertretungskraft aktiv darum kümmern, eine Bindung zu den Kindern aufzubauen und sie mit den Räumlichkeiten vertraut zu machen“, so van Lengen.

Eine anspruchsvolle Aufgabe, aber zugleich eine spannende Herausforderung, wirbt Ricarda Gollan für die beiden Modelle: „Es geht hier auch ganz viel ums Mitgestalten und ums Evaluieren.“ Denn beide Vertretungsmodelle sind vorerst als Pilotprojekte angedacht und sollen fortlaufend überprüft und gegebenenfalls angepasst bzw. bei Bedarf erweitert werden.

Starten wird die mobile Vertretungskraft, die der Landkreis finanzieren wird, voraussichtlich noch in diesem Jahr. Der Vertretungsstützpunkt, den die Hansestadt Lüneburg finanziert, soll Anfang 2020 eingerichtet werden – vermutlich in Räumlichkeiten der Kita Schatzkiste.

Wer Interesse hat, als Vertretungskraft in der Kindertagespflege in Stadt und Landkreis unterwegs zu sein, den bitten die Mitarbeiterinnen des Familienbüros um eine schriftliche und aussagekräftige Interessenbekundung, entweder per Post an FamilienBüro Region Lüneburg, Waagestraße 3, 21335 Lüneburg oder via E-Mail an Meira.vanLengen@stadt.lueneburg.de oder an Ricarda.Gollan@stadt.lueneburg.de.