Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

Planungen für Wiederaufbau des Heiligengeiststifts starten (04.06.2019)

Die Planungen für den Wiederaufbau des Heiligengeiststifts laufen. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Der Dachstuhl des Heiligengeiststifts ist bereits komplett abgebaut, die Giebel sind gesichert und die Rückbauarbeiten in dem denkmalgeschützten Gebäude laufen auf Hochtouren. „Das Gebäude wird aktuell bis auf den Rohbau entkernt“, fasst Maja Lucht von der städtischen Gebäudewirtschaft zusammen. Parallel konnten jetzt Architekt und Fachplaner beauftragt werden. „Damit starten jetzt die konkreten Planungen für den Wiederaufbau“, so Lucht. Der weitere Zeitplan sieht dann vor, dass bis zum Frühjahr 2020 alle Gewerke zeitgleich ausgeschrieben werden, um zügig voranzukommen. Die Bauphase soll möglichst im Jahr 2022 abgeschlossen sein. „Damit die Versicherung die Kosten für den Aufbau vollumfänglich übernimmt, müssen wir diesen straffen Zeitplan einhalten“, erklärt Maja Lucht. Durch den Brand im April war im Heiligengeiststift ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Die genaue Kostenschätzung für den Wiederaufbau wird erst im Anschluss an die jetzigen Bauplanungen feststehen.  
 
In der angrenzenden Grundschule, in der ebenfalls zwei Räume durch das Löschwasser beschädigt wurden, laufen aktuell ebenfalls die Rückbauarbeiten. Hier werden unter anderem die Böden und Decken komplett ausgetauscht. Diese Arbeiten sollen in den Sommerferien abgeschlossen werden.

Die Ritterstraße bleibt vorerst komplett, also für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, gesperrt. Foto: Hansestadt LüneburgDie Ritterstraße bleibt vorerst komplett, also für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, gesperrt. Zumindest für den Autoverkehr wird die Durchfahrt erst wieder nach Abschluss aller Bauarbeiten möglich sein. „Das bedauern wir sehr, aber es lässt sich nicht anders lösen, denn wir brauchen die Zufahrt dort für die Baustelleneinrichtung“, erklärt Lucht. Damit könne gewährleistet werden, dass nicht der Schulhof der Grundschule in Beschlag genommen werden muss, sondern den Schülerinnen und Schülern weiter zur Verfügung steht.

Die ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner des Stiftes haben indes mittlerweile allesamt neuen Wohnraum gefunden. Ihre Mietverträge im Heiligengeiststift behalten allerdings ihre Gültigkeit, so dass die Ehemaligen, wenn es gewünscht ist, nach dem Wiederaufbau wieder dort einziehen können.

Der Senioren- und Pflegestützpunkt (SPN) Lüneburg, der ebenfalls im Heiligengeiststift zu Hause war, bleibt vorerst in den Räumen in der Schröderstraße 16. Das Team um Almuth Groth und Edda Hermann-Lichtenberg ist weiterhin erreichbar unter der Telefonnummer 04131 309-3717.