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Stadt und Landkreis Lüneburg einigen sich auf Verkehrslösung für Arena Lüneburger Land (03.04.2020)

(sp) Lüneburg. Wie erreichen Besucher am besten die geplante Arena Lüneburger Land? Wie viele Stellplätze vor Ort sind notwendig, wie oft sollte der Busshuttle die Arena anfahren und wie kann man den Radverkehr zur Veranstaltungshalle fördern? Antworten auf diese Fragen gibt eine verkehrstechnische Untersuchung, die der Kreis als Bauherr in Auftrag gegeben hatte. In einer Stellungnahme hatte die Hansestadt Lüneburg hierzu Nachbesserungen eingefordert und jüngst noch einmal Verbesserungen verlangt. Deren Umsetzung hat der Landkreis Lüneburg jetzt zugestimmt.

„Wir sind froh, dass wir hier jetzt einen gemeinsamen Weg und gute Lösungen gefunden haben“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Auch Kreisrätin Sigrid Vossers ist zufrieden mit dem erarbeiteten Konzept: „Die Ergebnisse des Gutachters zeigen, dass die Anbindung der Arena durch eine kluge Kombination verschiedener Verkehrsmittel gut funktioniert. Das setzen wir nun gemeinsam um.“ 

Vorgesehen ist jetzt unter anderem, dass es zusätzlich zu den 150 festen Fahrradstellplätzen 150 weitere mobile Fahrradabstellanlagen geben wird. Diese sollen im Bedarfsfall, also bei Großveranstaltungen, auf öffentlichen Flächen rund um die Arena aufgestellt werden. Für die geplante Rad- und Fußgängerbrücke über die Ilmenau zur Arena sowie für einen gegebenenfalls notwendigen Kreuzungsausbau haben sich Stadt und Kreis darauf geeinigt, die jeweils entstehenden Kosten zu teilen.

Was die Anbindung der Arena an den ÖPNV angeht, so soll eine Bedienung des Busverkehrs bis zwei Stunden nach den Veranstaltungen gewährleistet werden. Zusätzlich wird bei Großveranstaltungen ein Shuttleverkehr eingerichtet, der abhängig von der Größe der Veranstaltung einen oder zwei Standorte bedient: den Bahnhof Lüneburg und im Bedarfsfall zusätzlich das Freibad in Bardowick. Hier können Besucherinnen und Besucher ihr Auto abstellen und anschließend mit dem Shuttlebus direkt zur Arena fahren.

Nachbesserungen gibt es außerdem beim Thema Stellplätze: Hier soll es neben den 272 Parkplätzen auf dem Arena-Gelände möglichst bis zu 400 weitere Pkw-Stellplätze rund um die Veranstaltungshalle geben. Dazu befindet sich der Landkreis bereits in Gesprächen mit Anliegern. 

Zum weiteren Vorgehen haben Hansestadt und Landkreis Lüneburg außerdem vereinbart, in einem nächsten Schritt detaillierte Gespräche gemeinsam mit der Gemeinde Adendorf zu führen. „Wir werden außerdem zusammen mit dem Kreis und mit Adendorf eine Bürgerversammlung durchführen, bei der wir zum Thema Verkehr informieren werden und Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anregungen loswerden können“, so Mädge. Geplant ist die Bürgerversammlung für den 3. Juli 2020.