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Stelljes-Stiftung ehrt Ehrenamtliche für ihr besonderes Engagement (22.11.2018)

Ehrende und Geehrte: v.l. Superintendentin Christine Schmid, Enno Mohr, Sparkassen-Vorstand Michael Jurr, Jens Thomsen, Stelljes-Enkelin Wiebke Stelljes, Thomas Rochlitz, Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Saskia Kuntzsch-Zschoch und Landrat Manfred Nahrstedt. Foto: Sparkassenstiftung(info) Lüneburg. Sport, Soziales und Kultur: Wer sich in diesen drei Bereichen engagiert, hat gute Chancen, für sein Ehrenamt eines Tages geehrt zu werden. Denn die Lüneburger Hans Heinrich Stelljes Stiftung tut genau das einmal im Jahr. In diesem Jahr heißen die Geehrten Thomas Rochlitz, Enno Mohr, Saskia Kuntzsch-Zschoch sowie Jens Thomsen und Team. Bei einer Feierstunde im Huldigungssaal des Rathauses sind sie am Mittwochabend ausgezeichnet worden.

Thomas Rochlitz steht für den Bereich Sport: Der Hockeyspieler und Jurist ist seit 1980 im Lüneburger Hockey aktiv, hat den Bau des Kunstrasenplatzes sowie des Clubhauses am Ebelingweg umgesetzt und war mehr als 20 Jahre lang im Vorstand des Hockey-Clubs engagiert, bis er in diesem Jahr den Vorsitz an Jüngere abgab. Er ist 71 Jahre alt – und trainiert noch heute die Minis und die B-Jugend. „Sein Grundsatz ist: soziale Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig das Niveau zu halten“, sagte Laudator Hartmut Deja.

Der Preisträger im Bereich Soziales kann noch nicht auf jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement zurückblicken – schließlich ist er erst 18 Jahre alt. Enno Mohr ist halbseitig gelähmt und engagiert sich sowohl als Teamer als auch im Nico-Treff, einer Gruppe für Menschen mit Behinderung der Kirchengemeinde St. Nicolai in Lüneburg. „Bei uns spielt seine Behinderung keine Rolle“, sagte Laudatorin Elke Bode. „Es wäre großartig, wenn Enno ein Botschafter für Teamer mit Behinderung würde.“

Im Bereich Kultur ist Saskia Kuntzsch-Zschoch die Geehrte: Gemeinsam mit ihrem Mann hat die Hamburgerin in Konau an der Elbe ein Gehöft erworben und ab 2001 zum Ort für kulturelle Veranstaltungen gemacht. Der Verein Konau 25 – Frohe Zukunft bietet sowohl Nachwuchskünstlern eine Bühne als auch Prominenten wie zum Beispiel Hannelore Hoger. „Ein blühender Kulturverein mit bisher mehr als 150 Veranstaltungen“, so Laudatorin Gudula Heintzmann.   
 
Mit dem diesjährigen Sonderpreis ehrte die Stiftung das Organisationsteam der Barnstedter Musikmeile. 2013 ins Leben gerufen, spielen bei der seither jährlich stattfindenden Veranstaltung diverse Musiker ohne Honorar, die Gewinne kommen Projekten der Flüchtlingshilfe zugute. „Die sechste Meile findet am 7. September 2019 statt“, warb Laudator Christian von Richthofen. Und ein Programmpunkt steht seit der Preisverleihung auch bereits fest: Dorothea Dietrich (14), die die Feierstunde im Rathaus mit ihrem Gesang begleitete, ist von Jens Thomsen und seinem Barnstedter Team vom Fleck weg für die Meile 2019 engagiert worden.

Um das Engagement von Ehrenamtlichen auszeichnen zu können, ist die Stelljes Stiftung auch auf Vorschläge von außen angewiesen – darauf wies Oberbürgermeister Ulrich Mädge in seiner Begrüßung hin. „Denn diese Arbeit findet zumeist im Stillen statt.“ Wer also einen Vorschlag für eine Auszeichnung im nächsten Jahr hat, wendet sich damit gern an die Sparkassenstiftung Lüneburg.

Der Hans Heinrich Stelljes Preis für ehrenamtliches Engagement wird in Erinnerung an Lüneburgs ehemaligen Oberstadtdirektor ausgelobt. Mit der Ehrung ist ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden. Den Preis stellt die Sparkassenstiftung Lüneburg in Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg zur Verfügung.