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Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

Wenn der Mond schon am Morgen aufgeht: Lüneburgs Glockenspiel ist aus dem Tritt geraten (27.05.2020)

Das Glockenspiel auf dem Lüneburger Rathausturm. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Es ist eine feste Lüneburger Tradition seit 1956: Oben auf dem Rathausturm erklingen täglich um 8 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr die 41 Glocken aus Meißener Porzellan. Darauf war eigentlich Verlass – bisher. Doch nun spielt das Glockenspiel etwas verrückt. Heißt: Die festen Spielzeiten werden oft nicht mehr eingehalten, mitunter erklingt das Abendlied am Morgen oder das Morgenlied am Abend. Zur großen Verwirrung einiger Lüneburger. „Wir bekommen immer mehr Beschwerden, so dass wir uns nun entschieden haben, bis zur Reparatur das Glockenspiel abzustellen“, erklärt der Glockenbeauftragte aus dem Rathaus, Jürgen Schülke.

Dass Schülke die mechanisch betriebene Uhr ständig neu justieren muss, darin ist der Handwerker längst geübt. Nun ist aber die Steuerung zwischen Glockenspiel und Uhr so abgenutzt, dass es zu Fehlern beim Timing kommt. „Kein Wunder“, sagt Schülke, „denn die mechanische Steuerung stammt aus dem Jahre 1956 und ist deutlich in die Jahre gekommen.“ Deshalb muss nun die Firma zur Hilfe kommen, die das Glockenspiel damals gebaut hat. Wann ein Termin möglich ist und wie lange die Reparaturarbeiten in Anspruch nehmen werden, ist unklar. Die Hansestadt hofft aber, dass in einigen Wochen der Mond auch in Lüneburg wieder am Abend aufgeht und der Glockenschlag pünktlich zur vollen Stunde erklingt.