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„Wir für Lüneburg“: Hansestadt bringt Härtefallfonds für kleine Betriebe auf den Weg (24.04.2020)

(sp) Lüneburg. Angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise auf den lokalen Handel und die Gastronomie legt die Hansestadt Lüneburg einen Härtefallfonds zur Unterstützung von Geschäftstreibenden bei der Wiederaufnahme ihres Betriebs auf. In der vergangenen Woche informierte Oberbürgermeister Ulrich Mädge in einer Videokonferenz mit Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses über die Planungen, der Verwaltungsausschuss (VA) bestätigte die entsprechende Richtlinie hierzu am Donnerstag, 23. April 2020. In der kommenden Woche soll nun der Rat der Hansestadt den Beschluss fassen. Die Antragstellung ist bereits ab Freitag, 24. April 2020, möglich.

Bei der Förderung aus dem Fonds „Wir für Lüneburg“ in Form eines einmaligen Zuschusses geht es darum, ortsansässigen Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten eine „Starthilfe“ zu geben, so Oberbürgermeister Ulrich Mädge. „Unser Ziel ist es, die Attraktivität der Hansestadt Lüneburg als lebenswertes urbanes Zentrum zu sichern und unsere Händler und Gastronomen dabei zu unterstützen, ihr Geschäft wiederaufnehmen zu können.“

Gefördert werden Betriebe, die ihre Hauptniederlassung in der Hansestadt haben und nachweislich existenzbedrohende Einbußen durch die Folgen der Corona-Pandemie verzeichnen. Voraussetzung ist, dass zuvor alle zur Verfügung stehenden Hilfen aus Landes- und Bundesmitteln ausgeschöpft wurden. Die Höhe des nicht rückzahlbaren Zuschusses beträgt pro Betrieb 2.500 Euro. Maßgebend für eine Förderzusage ist die Bewertung nach einem Punktesystem, in welches unter anderem die Bedeutung des jeweiligen Betriebes für das Stadtleben sowie die Anzahl der Beschäftigten einfließen.

Über die Vergabe der Zuschüsse soll der VA auf Empfehlung eines Beirates regelmäßig und kurzfristig entscheiden. Der siebenköpfige Beirat setzt sich zusammen aus Stadtkämmerin Gabriele Lukoschek, der Vorsitzenden Jule Grunau (Grüne) und dem stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Goralczyk (CDU) des Wirtschaftsausschusses, dem Geschäftsführer Jürgen Enkelmann und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus-Dieter Salewski (SPD) der Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG), dem Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH (LMG) Lars Werkmeister sowie der Stabsstellenleiterin des Büros des Oberbürgermeisters Stefanie Kibscholl.

Zum Umfang des Fonds erklärte Oberbürgermeister Mädge: „Wir haben Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro vorgesehen, eine konkrete Deckelung soll es aber nicht geben, sondern wir wollen jedem Betrieb, der nach den Förderrichtlinien für einen Zuschuss infrage kommt, diesen auch zukommen lassen. In der gegenwärtigen Situation ist es uns wichtig, unseren Gewerbetreibenden eine schnelle und unkomplizierte Hilfe – nicht nach dem Windhund-Prinzip, sondern für alle – anzubieten.“ Mehrausgaben, so Mädge, müssten dafür gegebenenfalls in Kauf genommen und zu einem späteren Zeitpunkt haushalterisch ausgeglichen werden.

Die Richtlinie für den Härtefallfonds „Wir für Lüneburg“ wird am Dienstag, 28. April 2020, im Rat beschlossen. Anträge können aber bereits jetzt – innerhalb einer Frist bis einschließlich Montag, 8. Juni 2020 – eingereicht werden. Die Beantragung erfolgt online über ein PDF-Formular, das auf der Homepage der Hansestadt unter www.hansestadtlueneburg.de/haertefallfonds-hlg zur Verfügung gestellt wird. Dort sind auch weitere Informationen zum Antragsverfahren zu finden. Unterstützung bei der Beantragung erhalten Antragstellende bei der WLG, Telefon 04131 2082-20 oder per Mail an info@wirtschaft.lueneburg.de, sowie bei der LMG, Telefon 04131 207 66-0 oder per Mail an lars.werkmeister@lueneburg.info.