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Aktuelles

Grundschule Lüne: Kein Asbest im Treppenhaus und in den Klassenräumen

Aktualisierung 29. August 2019:

Während des zweiten Infoabends ist von einigen Eltern der Wunsch geäußert worden, in der Pausenhalle nochmals Luftmessungen durchzuführen. Diesem Wunsch ist die Verwaltung nachgekommen. Das Bremer Umweltinstitut hat diese Messungen in den Sommerferien vorgenommen. Insgesamt wurden zehn Luftproben genommen. Für die PAK-Raumluftmessungen kommt das Institut zu dem Ergebnis, dass der Sanierungszielwert von weniger als 2.000 ng/m³ deutlich unterschritten wird. Es besteht hier also kein weiterer Handlungsbedarf.

Die Messergebnisse für PCN (Holzschutzmittel) liegen ebenfalls deutlich unter dem Sanierungszielwert.

Ergänzend führt das Institut aus, dass eine gesundheitliche Gefährdung nicht anzunehmen ist. Eine Beschränkung der Aufenthaltsdauer ist daher nicht mehr erforderlich.

Aufgrund der geruchlichen Belastung und der Annahme, dass gelegentlich auch höhere Konzentrationen vorkommen können, wird der Ausbau der belasteten Hölzer mittelfristig empfohlen.

 


 

Aktualisierung 18. Juni 2019:


Die am 29. Mai in allen Klassenräumen genommen Staubabtupfproben sind mittlerweile ausgewertet. In allen 17 Proben wurde kein Asbest gefunden. In drei von 17 Proben wurde jeweils eine sogenannte KMF, eine künstliche Mineralfaser nachgewiesen. Diese anorganischen Fasern, die im Baubereich allgemein auch als Mineralwolle bezeichnet werden, kommen im Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz vielfältig zum Einsatz.

Laut Gutachter geht von diesem Ergebnis keine Gesundheitsgefährdung aus. Die Hansestadt Lüneburg hat die Ergebnisse dennoch zusätzlich dem Gesundheitsamt zur Bewertung vorgelegt. Dort wird die Einschätzung des durch die Stadt beauftragten Gutachters geteilt und bestätigt. Bezogen auf die KMF führt das Gesundheitsamt aus: „Bei dieser sehr geringen KMF-Belastung kann keine direkte Gesundheitsgefährdung abgeleitet werden.“

Im Ergebnis heißt das, dass die Bauarbeiten, die vorübergehend unterbrochen worden sind, wieder aufgenommen werden können. Vorher werden die Eltern über die Ergebnisse der Untersuchungen informiert.

 


 

Aktualisierung / Zwischenstand 5. Juni 2019:

- Die am 29. Mai in allen Klassenräumen genommen Staubabtupfproben sind noch in der Auswertung. Ergebnisse werden voraussichtlich zum Ende der Woche nach Pfingsten erwartet.

- Unterdessen werden aktuell in der Grundschule Lüne Dachgeschossräume entrümpelt (alte Hausmeisterwohnung, Theaterfundus). Die Firma ist über den Schadstoffbefund in den dortigen Fußbodenbelägen und -klebern informiert. Die Entrümpelung der nicht genutzten Räume dient als Vorbereitung für die anstehende Schadstoffsanierung der Bodenbeläge in den Räumen.  Die Sanierung selbst (nach den Technischen Regeln TRGS 519) ist für den schulfreien Dienstag nach Pfingsten (11. Juni) vorgesehen, von morgens um 7 Uhr bis in den späten Abend. Der Zugang für die Arbeiten erfolgt nicht über das große Treppenhaus, sondern über das kleine Treppenhaus bei der alten Hausmeisterwohnung. 

 


 

(sp) Lüneburg. Das Wichtigste in Kürze: Die Ergebnisse der ersten Proben, die ein Gutachterbüro in dieser Woche im Treppenhaus der Grundschule Lüne genommen hatten, können beruhigen: kein Asbestbefund. In der kommenden Woche wird der Gutachter weitere Proben nehmen und auswerten. Unterdessen liegt das fertige Schadstoffkataster, das die Hansestadt vorbereitend für den Ausbau der Schule zur Ganztagsschule ab 2020/21 in Auftrag gegeben hat, vor. Der Laborbericht zu den Proben und das fertige Kataster sind als pdf-Dokumente in der rechten Spalte zu finden.

Die Hansestadt Lüneburg hatte am Montag (20. Mai 2019) bei einem Info-Abend in der Grundschule Lüne Eltern und Lehrkräften zugesagt, schnellstmöglich weiter zu untersuchen und zu informieren. Denn dort war es im Zuge von verschiedenen Arbeiten – zum einen Untersuchungen für ein Schadstoffkataster, zum anderen das Verlegen von Kabeln für den Brandschutz – zu Irritationen und Fragen gekommen. Eltern und Lehrkräfte äußerten Sorge wegen festgestellter Schadstoffe. (Siehe auch städtische Presse-Info vom 21. Mai 2019).

Seither gibt es die folgenden Neuigkeiten:

  • Am 23. Mai hat der Sachverständige Dr. Alexander Berg aus Hamburg drei so genannte Staubabtupfproben von alten abgelagerten Stäuben aus dem vorderen Treppenhaus genommen, und zwar von jeweils bestaubten Oberflächen in näherem Abstand zu den dort kürzlich verlegten Kabelkanälen. Die Proben wurden in den höheren Bereichen im Treppenhaus genommen, da, wie Gutachter Berg erläutert „Asbestfasern in einem solchen Treppenhaus durch die Thermik nach oben getragen werden“. Die Proben wurden nach der Methode VDI 3877 Blatt 1 ausgewertet.
  • Ergebnis: Auf keiner der untersuchten Oberflächen wurden Asbestfasern gefunden. Der Sachverständige Dr. Berg fasst es so zusammen: „Damit kann man den Rückschluss ziehen, dass es durch die Montagearbeiten nicht zu kurzzeitig extrem hohen oder langfristig erhöhten Asbestfaserbelastungen für die Nutzer des Gebäudes gekommen ist, die nach Asbestrichtlinie die Möglichkeit einer Gesundheitsgefährdung begründen würden.“ (Laborbericht angehängt)
     
  • Die Hansestadt hat mit Eltern vereinbart noch weitere Staubabtupfproben aus den Klassenräumen zu entnehmen, auch hier wieder von alten, abgelagerten Stäuben. Dieses soll am kommenden Mittwoch (29. Mai) vor dem Unterricht passieren, unter Begleitung von Eltern aus dem Schulelternrat sowie Lehrkräften sofern gewünscht. Die Eltern erhalten dazu noch ein gesondertes Anschreiben. – Sobald die Ergebnisse von diesen weiteren Proben vorliegen, werden auch sie auf der städtischen Internetseite eingestellt.
     
  • Die Hansestadt Lüneburg wird fortlaufend weiter über die Ergebnisse informieren. So wird das orientierende Gebäudegefahrstoffkataster, das die Hansestadt – wie immer als Vorbereitung für größere Bauvorhaben – hat anfertigen lassen, am Montag an dieser Stelle ergänzt.