Ansprechpartner & mehr

Aktuelles

Start für Modellkommune noch ungewiss

Das Modellprojekt kommt – sofern die Hansestadt Lüneburg ausgewählt wird – für Betriebe und Einrichtungen in Frage, die in dem rot umrandeten Gebiet liegen. Grafik: Hansestadt LüneburgNach der Entscheidung auf Landesebene von Samstag, 3. April 2021, darf die Hansestadt Lüneburg modellhaft das „sichere Öffnen“ von Handel, Gastronomie und Kultureinrichtungen erproben. Das Modellprojekt in Lüneburg sollte am Montag, 12. April, starten (zum Statement von Oberbürgermeister Ulrich Mädge), doch nun (Stand 11. April 2021) will das Land Niedersachsen mit dem Start der Modellkommunen warten, bis Klarheit darüber herrscht, welche bundeseinheitlichen Regelungen in Zukunft gelten.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für das Modellprojekt in Lüneburg weiter. So werden – unabhängig vom Start des Modells – die Kapazitäten für Schnelltests ausgeweitet: Am Montag, 12. April, werden ASB und DRK eine weitere Teststation in Betrieb nehmen, und zwar als Drive-In auf dem ehemaligen Exerzierplatz an der Konrad-Zuse-Allee. Die zusätzliche Teststation für alle Bürgerinnen und Bürger ist ab Montag täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, um den Drive-In auf den Sülzwiesen zu entlasten. Daneben gibt es noch die Teststation im Glockenhaus. Die Tests bei allen drei Stationen sind für die Nutzer kostenlos. – Weitere Teststationen folgen spätestens mit dem Start des Modellprojekts.

FAQ für Betriebe
Seitdem feststeht, dass die Hansestadt Lüneburg eine von 14 Modellkommunen für das sichere Öffnen von Handel, Gastronomie und Kultur ist, sind viele Betreiberinnen und Betreiber mit Fragen an die Verwaltung herangetreten. Ein erster Schwung der häufigsten Fragen wird in einem FAQ-Dokument beantwortet. Diese Version ist der Stand vom 8. April 2021, 16 Uhr. Da im Hintergrund noch viele Details geklärt werden, wird das Dokument fortlaufend aktualisiert.

Dass sich die Hansestadt auf Landesebene bewerben sollte, hatte der Verwaltungsausschuss am frühen Mittwochnachmittag, 31. März 2021, in seiner Sondersitzung mit deutlicher Mehrheit entschieden. Die Verwaltung hatte zuvor das umfassende Konzept dafür vorgestellt.

Erweiterte Testpflicht
Das Modellkonzept sieht unter dem Titel „Sicheres Öffnen – getestet in Lüneburg“ eine erweiterte Testpflicht vor – mehrere Teststationen rund um die Innenstadt sollen dafür eingerichtet werden – sowie die elektronische Kontaktnachverfolgung mit der Luca-App. Der Zutritt zu Betrieben, die nur im Rahmen des Modellprojekts öffnen dürfen, ist ausschließlich nach einem negativen Corona-Test und mit dem „Lüneburger Tagesticket“ gestattet. Das gilt auch für die Außengastronomie. Buchhandel, Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und andere Betriebe, die auch zuvor laut Corona-Verordnung schon regulär öffnen konnten, sind von der Regelung ausgenommen. Die Hansestadt bittet aber im Sinne des Infektionsschutzes alle Betriebe im Modellbereich darum, sich freiwillig an dem Konzept zu orientieren.

In Absprache mit dem Landkreis Lüneburg sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Einzelhandel und Gastronomie wurde der 12. April 2021 als frühestmöglicher Starttermin für das Lüneburger Modellprojekt festgelegt, Laufzeit drei Wochen.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagte: „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben, und möchten gern Modellkommune werden, weil es für unsere lokale Wirtschaft in der Innenstadt und viele Menschen vor Ort eine Perspektive schafft.“

Die Öffnung der Innenstadt soll in zwei Stufen erfolgen. In der ersten Stufe haben nur Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Lüneburg Zugang zum Tagesticket. Dies dient dazu, Erfahrungen in den Abläufen zu sammeln und die vorhandenen Testkapazitäten zu prüfen. Sofern sich alles einspielt, ist auch die Öffnung für auswärtige Besucherinnen und Besucher geplant.

Dokumente zum Herunterladen