Radverkehr und Fahrradfreundlichkeit

Radfahren in Lüneburg: Läuft!

Seit 2013 gibt es das Erfolgskonzept StadtRad mit 65 Leihrädern an den Standorten Am Sande, Bahnhof, Rathaus/Am Ochsenmarkt, Tartuer Straße (Hanseviertel) sowie an den drei Leuphana-Standorten. Foto: Hansestadt LüneburgMaximal fünf Kilometer beträgt die Entfernung von den verschiedenen Wohnquartieren zur Innenstadt. Damit bietet die Hansestadt trotz recht welliger Topographie gute Voraussetzungen zum Fahrradfahren. Das zeigt sich auch in der stetigen Zunahme des Fahrradanteils am Gesamtverkehr: Während sich vor 20 Jahren nur jeder neunte Lüneburger mit dem Fahrrad fortbewegte, legt heute schon fast jeder Vierte mindestens eine Strecke täglich mit dem Rad zurück.

Deshalb investiert die Hansestadt Lüneburg in Fahrradfreundlichkeit und die entsprechende Infrastruktur. Bis zum Jahr 2030 wollen wir erreichen, dass 30 Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens durch das Rad getragen werden. Daran arbeiten wir kontinuierlich. Einige Beispiele dafür, was die Hansestadt für Radfahrer schon jetzt zu bieten hat, finden sich auf dieser Seite sowie unten in der Bildergalerie.

Radspeicher, StadtRad und Fahrradstraße
Fahrradabstellplätze am Bahnhof und in der Innenstadt sind ein wichtiges Thema. So wurde 2013 am Lüneburger Bahnhof ein zweites Fahrradparkhaus eröffnet, sodass dort jetzt insgesamt 2.100 überdachte Abstellplätze für Fahrräder zur Verfügung stehen. Auch in der Innenstadt hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten in oder direkt am Rand der Fußgängerzone mehr als verdoppelt.

Burkhard von Roeder vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, Lüneburgs Verkehrsdezernent Markus Moßmann, Verkehrsplaner Michael Thöring und Reppenstedts Gemeindedirektorin Susanne Stille (v. l.) eröffnen Lüneburgs erste Fahrradstraße. Foto: Hans-Jürgen WegeZum Erfolgsmodell hat sich auch das in Kooperation mit der Leuphana Universität und DB Rent 2013 an den Start gegangene Leihradsystem „StadtRad Lüneburg“ mit 65 Leihrädern an sieben Standorten in der Stadt entwickelt. Infos zur Funktionsweise und den Tarifen finden sich unter www.stadtradlueneburg.de. Dort kann man sich auch für das Leihsystem registrieren.

Im Sommer 2018 eröffnete Lüneburgs erste Fahrradstraße. Seitdem haben Radfahrer mit dem Sülzweg zwischen Lüneburg und Reppenstedt ihre eigene Straße, die gleichzeitig den Lückenschluss ins Lüneburger Stadtzentrum bildet. Autos sind dort verboten, landwirtschaftlicher Verkehr zwar zugelassen, aber den Radlern untergeordnet. Das heißt auch: Anders als auf normalen Straßen, dürfen Radfahrer hier nebeneinander fahren. Mehr mögliche Fahrradstraßen sind im Gespräch.

Strategien für den Radverkehr 2030+
Seit vergangenem Jahr liegt eine ganze Mappe mit anvisierten Vorhaben zur weiteren Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur vor, unsere Radverkehrsstrategie 2025. Wie der Name sagt, sind hier einzelne infrastrukturelle Maßnahmen zusammengetragen, die wir mittelfristig auf unserer Agenda sehen. Ziel ist es, Luft und Lebensqualität zu verbessern und Unfälle mit Fahrradbeteiligung zu vermeiden.

Hierfür verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der den Radverkehr als eigenständigen Mobilitätsbaustein begreift – und nicht als Anhängsel des Autoverkehrs. Das soll den Weg freimachen für Verkehrsplanungen, die sich an den Bedarfen der Fahrradfahrer orientieren, was z. B. Umwegefreiheit oder unterbrechungsfreie Streckenverläufe angeht. Worum es uns dabei als Hansestadt auch geht, ist unseren Leitlinien Radverkehrspolitik 2030+ zu entnehmen.

Was die Hansestadt noch für Radler tut