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Radverkehr und Fahrradfreundlichkeit

Was Lüneburg zur fahrradfreundlichen Stadt macht

Daten zum Radwegenetz

  • Rund 100 Kilometer lang ist das Radwegenetz in Lüneburg
  • Laut Radwege-Kataster der Hansestadt Lüneburg sind rund 65 Prozent in gutem Zustand, weitere rund 15 Prozent in mittlerem Zustand (Stand März 2021)

Ausschnitt aus dem Radwegenetz Lüneburgs. Grafik: Hansestadt LüneburgDie kurzen Strecken zwischen Wohnquartieren und Innenstadt – nie mehr als rund fünf Kilometer lang – machen Lüneburg zu einer idealen Fahrradstadt. Und die Hansestadt Lüneburg tut Einiges dafür, damit sich Menschen jeden Alters auf dem Rad möglichst sicher und komfortabel durch die Stadt bewegen können. Denn das ist ein wichtiger Beitrag für eine moderne, nachhaltige und klimaschonende Mobilität.

Lüneburg ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaften Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e.V. (2015).

Politik und Verwaltung der Hansestadt haben sich zuletzt neu aufgestellt und gehen, nachdem die Grundlagen erarbeitet und der Bereich Nachhaltigkeit und Mobilität personell aufgestockt worden ist, systematisch seit einiger Zeit an die Hauptrouten. Auch die Investitionen für 2021 und die folgenden Jahre bewegen sich in ganz anderer Größenordnung.

Das Programm für 2021
3,7 Kilometer Radwege (Investition 3,5 Mio. Euro, siehe auch: Vorhaben für Radverkehrsinfrastruktur 2021/22).
Das sind mehr als 40 Euro pro Einwohner/in. Zum Vergleich: Ab 19 Euro spricht der Nationale Radverkehrsplan 2020 von „Vorreitern“. 30 Euro empfiehlt der ADFC.

Die Grundlagen

  • Die Radverkehrsstrategie 2025 aus dem Jahr 2018 als Fortschreibung des Radverkehrskonzepts Lüneburg 2015 (von 2007)
  • Die Leitbilder Radverkehrspolitik 2030+ (von 2019, als abgestimmte Präambel zur Radverkehrsstrategie)

Die Radverkehrsstrategie 2025 stellt eine ganze Mappe von Einzelvorhaben dar, um die Infrastruktur für alle, die per Rad unterwegs sind, zu verbessern. Die Einzelvorhaben sollen nach und nach umgesetzt werden (2021: 3,7 Kilometer Radwege für 3,5 Mio. Euro). Die Radverkehrsstrategie ist ein unverzichtbares Instrument zur Radwegeplanung und mehr noch zur Gewinnung von Fördergeldern. Die Leitbilder 2030+ benennen klare Ziele, die über die Sanierung einzelner Radwegeabschnitte hinausgehen.

Die drei Oberziele lauten:

  1. 30 Prozent Radverkehrsanteil
  2. sicherere Infrastruktur
  3. weniger Emissionen für sauberere Luft

Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden, dem Landkreis Lüneburg (Radverkehrskonzept Landkreis Lüneburg) und der Metropolregion Hamburg (Radschnellwege) – denn Radfahrstrecken hören nicht an den Stadtgrenzen auf. Erst recht nicht in Zeiten von E-Fahrrädern und Pedelecs. Zukunftsfähige Mobilität in der Stadt spielt auch im Projekt Zukunftsstadt 2030+ eine Rolle. Denn von den 15 Experimenten drehen sich 5 um das Thema „Lokal einkaufen und mobil sein“, darunter die Experimente Lüneburg Maps und Lieferservice.

Veränderter Blick – veränderte Ansprüche
Wie hier am Graalwall mit breiten Wegen will die Hansestadt die Infrastrukur für Radfahrerinnen und Radfahrer verbessern. Foto: Hansestadt LüneburgDer klassische Blick sah den Radverkehr eher als einen Begleitaspekt der Straßenplanung. Doch das Fahrrad gewinnt immer mehr an Bedeutung als Verkehrsmittel. Auch die Vielfalt auf zwei Rädern wächst, Stichwort Lastenrad und Radanhänger. Familien und Sportliche, Geübte und Unerfahrene sollen sich möglichst sicher fühlen.

Ziel heute ist eine möglichst umweltfreundliche Mobilitätskette ohne Unterbrechungen – Radverkehr ist dabei ein zentraler Mobilitätsbaustein. Die Radverkehrsstrategie ist insofern mehr als ein Bündel von Zielen für die nächsten Jahre. Sie ist Ausdruck bei der Planung größere Zusammenhänge in den Blick zu nehmen und nach vielen einzelnen Radverkehrsaktivitäten der vergangenen Jahre nun die Hauptrouten systematisch anzugehen.

Übrigens: 2021 investiert die Hansestadt Lüneburg im Bereich Tiefbau fast ausschließlich in Radwege oder Straßenumgestaltungen, die mit Radwegeführung eng zusammenhängen, sowie Gehwege.

StadtRAD
Seit 2013 gibt es das Leihradsystem „StadtRad Lüneburg“. Bis Mitte 2021 mit 65 Leihrädern an 7 Standorten im Stadtgebiet. Im Laufe von 2021 wächst das System an auf 155 Leihräder an 20 Standorten in Stadt und Nachbargemeinden. Im nächsten Schritt auch teilweise mit Lastenrädern.

Abstellmöglichkeiten
Gute Abstellmöglichkeiten sind ein wichtiger Aspekt für Fahrradfreundlichkeit. Für die vielen Pendlerinnen und Pendler hat die Hansestadt am Bahnhof 1997/98 das erste Fahrradparkhaus, den RadSpeicher, eröffnet. 2013 kam das zweite hinzu, das kostenlos zu nutzen ist. Bis 2025 sollen am Bahnhof, unter anderem durch einen dritten Radspeicher, insgesamt 3.000 Stellplätze zur Verfügung stehen.
In der Innenstadt stehen rund 1100 Abstellmöglichkeiten zur Verfügung.

Investitionen pro Einwohner/in und Jahr
Die Hansestadt tut Einiges dafür, damit Menschen möglichst gern und mit gutem Gefühl aufs Rad steigen. Eine feste Größenordnung, die Investitionen in Radwege und Rad-Infrastruktur vor Ort vergleichbar macht, sind die Investitionen pro Einwohner/in (EW) und Jahr.
Hier ist zuletzt eine neue Größenordnung erreicht worden und soll gehalten werden, so das gemeinsame Ziel von Politik und Verwaltung:

  • 2021: mehr als 40 Euro pro EW / Jahr (inkl. Haushaltsresten)  

Was die Hansestadt noch für Radler tut