Radfahren

Radfahren in Lüneburg

Mobile Fahrradständer auf dem Marienplatz. Foto: Hansestadt Lüneburg

Maximal fünf Kilometer beträgt die Entfernung von den verschiedenen Wohnquartieren zur Innenstadt, damit bietet die Hansestadt Lüneburg trotz einer relativ welligen Topographie gute Voraussetzungen zum Fahrradfahren.

Dies zeigt sich auch in der kontinuierlichen Steigerung des Radverkehrsanteils am Gesamtverkehrsaufkommen. Während vor 20 Jahren sich nur jeder neunte Lüneburger mit dem Fahrrad fortbewegte, legt heute schon fast jeder Vierte mindestens eine Strecke täglich mit dem Fahrrad zurück.


Grund dafür ist unter anderem eine deutliche Erhöhung der Investitionen in den Radverkehr - für 2018 sind Investitionen in Höhe von 23 Euro je Einwohner vorgesehen. Beispiele für einzelne Verbesserungen zeigt auch die Bildergalerie unten auf dieser Seite.

Fahrradabstellplätze am Bahnhof und in der Innenstadt sind ein wichtiges Thema. So wurde 2013 am Lüneburger Bahnhof ein zweites Fahrradparkhaus eröffnet, sodass dort jetzt insgesamt 2.100 überdachte Abstellplätze für Fahrräder zur Verfügung stehen. Auch in der Innenstadt hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten in oder direkt am Rand der Fußgängerzone mehr als verdoppelt.

Lüneburgs erste Fahrradstraße ist eröffnet
Burkhard von Roeder, Markus Moßmann, Michael Thöring und Susanne Stille (v.l.) eröffnen die Fahrradstraße. Foto: Hans-Jürgen WegeSeit dem Frühsommer 2018 haben Radfahrer mit dem neu ausgebauten Sülzweg zwischen Lüneburg und Reppenstedt ihre eigene Straße.  Gleichzeitig ist die neue Fahrradstraße der letzte Lückenschluss für die Radwegeverbindung von Reppenstedt ins Lüneburger Stadtzentrum. Autos sind auf der neuen Straße verboten, landwirtschaftlicher Verkehr ist zwar zugelassen, aber den Radlern untergeordnet. Das heißt auch: Anders als auf normalen Straßen dürfen Fahrradfahrer auf der Fahrradstraße nebeneinander fahren. „Die Fahrradstraße ist ein wichtiges Signal, um das Radfahren noch attraktiver zu machen“, sind sich bei der Einweihung alle einig: Burkhard von Roeder vom ADFC, Lüneburgs Verkehrsdezernent Markus Moßmann, Verkehrsplaner Michael Thöring und  Reppenstedts Gemeindedirektorin Susanne Stille. Über weitere Fahrradstraßen auf dem Lüneburger Stadtgebiet soll im Zuge des neuen Radverkehrskonzeptes entschieden werden. 

Zum Erfolgsmodell hat sich auch das in Kooperation mit der Leuphana Universität und DB Rent 2013 an den Start gegangene Leihradsystem „StadtRad Lüneburg“ entwickelt, mit dem im letzten Jahr bei 65 Rädern an sieben Standorten fast 68.000 Fahrten zurückgelegt wurden. Infos zur Funktionsweise, zu den Tarifen und vieles mehr unter www.stadtradlueneburg.de.

Dass trotzdem noch einiges zu tun ist, dessen ist sich die Hansestadt Lüneburg bewusst. So soll die Radverkehrsführung am Stadtring entlang der Bastion- und Hindenburgstraße verbessert werden, ebenso werden Netzlücken wie z.B. zwischen dem Freibad Hagen und dem Stadtteil Kaltenmoor geschlossen und unbefestigte Wegebeziehungen wie oberhalb des Liebesgrundes und in Verlängerung der KVG-Zufahrt neu hergestellt. Auch wurde die dringende Verbesserung der Radverkehrssituation auf den drei Hauptachsen Bleckeder und Dahlenburger Landstraße sowie Uelzener Straße einschließlich Stern-Kreuzung zwischenzeitig angeschoben. Die daraus resultierenden Maßnahmen werden in den nächsten Jahren ebenso Bestandteil der Prioritätenliste, wie die aus der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes Lüneburg 2015 resultierenden Handlungsempfehlungen, die im Laufe des Jahres 2018 in den zuständigen Gremien beraten werden.

Was die Hansestadt noch für Radler tut