Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Lüneburg und Berlin arbeiten zusammen an Zero-Emission-Schifffahrtslinie (15.03.2019)

(info) Lüneburg. Zukünftig soll die Elektra, ein mit Strom und Wasserstoff betriebenes Schubboot, als Schubverband, auch den Hafen Lüneburg anlaufen. Die Hafen Lüneburg GmbH, an der die Hansestadt Lüneburg beteiligt ist, plant dazu die Installation einer E-Ladestation für Binnenschiffe, aber auch für E-Lkw, E-Pkw und E-Sportboote im Lüneburger Binnenhafen am Elbeseitenkanal. Zudem soll das Betanken des Schiffes mit Wasserstoff ermöglicht werden. So teilt es der Geschäftsführer der Hafen Lüneburg GmbH, Lars Strehse, mit.

Die von BEHALA / EBMS der Hafen Lüneburg zur Verfügung gestellte Skizze zeigt das Schubbot Elektra. Das E-Boot könnte helfen Luftschadstoffe und Treibhausgase einzusparen.Weiter heißt es: Der Bau des Schubbootes Elektra soll noch in diesem Jahr von der Berliner Lagerhaus AG (BEHALA), ein Unternehmen der Stadt Berlin, in Auftrag geben werden. Das vom Fachbereich Entwurf & Betrieb Maritimer Systeme der TU Berlin (EBMS) und Verbundpartnern entwickelte Schubboot wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), sowie von der BEHALA finanziert und von der Imperial Reederei betrieben werden.

Zielsetzung ist es mit dem neuen Schiffstyp die Emission von Luftschadstoffen sowie von Treibhausgasen zu begrenzen.

Eingesetzt werden soll das Schiff im Bereich der Berliner Binnengewässer, aber auch auf dem Fahrgebiet Berlin – Hamburg, über den Mittelland- und Elbeseitenkanal, mit Zwischenstopp in Lüneburg.

Jetzt wollen die BEHALA und die Hafen Lüneburg GmbH ihre Zusammenarbeit intensivieren, um auch vertrieblich die Einrichtung einer „Zero-Emission Schifffahrtslinie“ im Fahrgebiet Berlin–Hamburg aufzubauen, so Strehse: „Der Aufbau einer Schifffahrtslinie, die dann in einem Fahrplan, das Revier befährt und neben Containern, auch Massengüter und Stückgut transportieren könnte, bietet die Möglichkeit der Optimierung der Transportlogistik auf der Wasserstraße. So könnten bei Verladungen z.B. Schuten im Hafen zwischengeparkt werden, so dass die Zwischenlagerung an Land entfallen würde. Auch das löschen der Schiffe könnte sich mit Schuten betrieblich flexibler gestalten. Der Hafen Lüneburg mit seiner Kailänge von ca. 990 m bietet ausreichend Platz für ein derartiges Konzept." Und weiter: "Die Chance zur weiteren Entwicklung unseres Hafenstandortes ist von hohem Interesse, da rund 4.600 Arbeitsplätze, in der Land- und Forstwirtschaft, der Industrie und dem Baugewerbe, in der Region Lüneburg direkt oder indirekt mit dem Waren- und Güterumschlag über uns verbunden sind.“