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Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Hansestadt fordert in Kreistagsgremium Rückkehr zur alten Streckenführung der Buslinie 5002 (30.10.2020)

(sp) Lüneburg. Wenn sich am kommenden Donnerstag der Mobilitätsausschuss des Lüneburger Kreistags mit der Buslinie 5002 beschäftigt, ist auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge dabei. „Ich begrüße es sehr, dass ich zur Sitzung eingeladen wurde, um unsere Position noch einmal deutlich zu machen“, sagt der Verwaltungschef. „Denn es ist doch klar, dass wir beim Thema Stadtbusverkehr, das uns direkt betrifft, mitreden wollen.“

Den Sachverstand in der Hansestadt Lüneburg in die Entscheidungsfindung einzubeziehen, hält Mädge geradezu für eine Selbstverständlichkeit, „zumal wir mit den Menschen vor Ort im Gespräch sind und am besten ihre Wünsche kennen.“ Die Stadt fordert seit Monaten, den alten Linienweg der 5002 wiedereinzuführen – „und zwar ohne Wenn und Aber“.

Wenig anfangen kann Mädge mit der Idee eines zusätzlichen E-Shuttles, wie das die Grünen-Fraktion im Kreistag vorschlägt. „Wenn wir unsere schmalen Innenstadtstraßen vom Verkehr entlasten wollen, dann brauchen wir keine zusätzlichen Busverkehre, sondern die Linienverkehre müssen schnell (bis 2025) auf E- und Wasserstoffbusse umgestellt werden“, argumentiert der Oberbürgermeister.

Seitdem der Landkreis Lüneburg gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen KVG zum Ende des vergangenen Jahres einen Fahrplanwechsel umgesetzt hat, fahren die Busse der Linie 5002 (Bardowick) nicht mehr über die Haltestellen in der Innenstadt wie Bürgeramt, Rathaus und den Platz Am Sande. Stattdessen steuern sie nach dem Halt am Reichenbachplatz direkt den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an. „Gerade auf der Achse Reichenbachplatz – Schifferwall bilden sich zur Berufsverkehrszeit Staus“, bemängelt Mädge. Die Konsequenz:  Der Bus sei oft zu spät am ZOB – zum Leidwesen der Fahrgäste. Hinzu kommt, dass sich Anwohner von Zeltberg und Sternkamp durch die neue Streckenführung von der Innenstadt abgeschnitten fühlen. Denn wollen sie ins Zentrum fahren, müssen sie jetzt umsteigen.

Für den Oberbürgermeister sind das zwei gewichtige Gründe, die für die Rückkehr zum alten Linienweg sprechen – und dafür, „dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen“. Der erste Schritt ist nun gemacht.