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Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg

Zweiter Härtefallfonds „Wir für Lüneburg“ einstimmig beschlossen (03.07.2020)

(sp) Lüneburg. Der Rat der Hansestadt hat in seiner gestrigen Sitzung (2. Juli 2020) einstimmig beschlossen, die lokale Wirtschaft weiter zu unterstützen, und hat den Härtefallfonds II „Wir für Lüneburg“ auf den Weg gebracht. Eine Fortsetzung des ersten Fonds‘, aber jetzt mit veränderte Ausrichtung. Zielgruppe für die zweite Förderrunde sind kleine und mittelständische Unternehmen bis zu 250 Mitarbeiter/innen. Möglich ist ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von bis zu 30.000 Euro. Die Idee laut Richtlinie: „Innovationsförderung für Unternehmen, die in Folge der Corona-Pandemie eine Umstellung ihres Dienstleistungs- und / oder Produktportfolios durchführen müssen. Gefördert werden    sollen insbesondere die dafür zwingend erforderlichen Personalkosten, die durch andere Fördermittelgeber nicht ausreichend abgedeckt werden. Die Förderung durch die Hansestadt Lüneburg soll eine Ergänzung zu den von Land und Bund im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufgelegten Programmen darstellen.“Die Arbeitsliosenzahlen steigen, auch im Landkreis Lüneburg, zwischen Februar und Juli 2020 um immerhin 1056 Personen. Die Hansestadt Lüneburg hat jetzt zur Stützung der lokalen Wirtschaft den Härtefallfonds in die zweite Förderrunde gestellt. (Grafik: Hansestadt Lüneburg - mit Zahlen der örtlichen Agentur für Arbeit)

Anträge können ab sofort bis Montag, 30. September 2020, 24 Uhr, bei der Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg gestellt werden. Alle erforderlichen Informationen sind zu finden auf der städtischen Homepage unter dem Kurzlink www.hansestadtlueneburg.de/haertefallfonds2-hlg

Wirtschaftsförderer Jürgen Enkelmann hatte die Richtlinie in der vorigen Woche zunächst den Mitgliedern des städtischen Ausschusses für Wirtschaft und Beteiligung vorgestellt und war dort auf breite Zustimmung gestoßen. Verschiedene Anregungen aus der Runde konnten noch kurzfristig eingearbeitet werden, vor allem auch dank enger Zusammenarbeit von WLG und Stadtverwaltung, wie Melissa Duda aus dem Büro des Oberbürgermeisters zusammenfasst: „Das Ziel, die wirtschaftlichen Strukturen in der Stadt über die Krise zu retten war und ist allen, die mit den beiden Fonds zu tun haben, bewusst“. Duda hatte zu Beginn der Sitzung auch die aktuellen steigenden Zahlen zu Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit im Landkreis Lüneburg präsentiert.
 
Der Rat stimmte den Richtlinien geschlossen zu. Es sei keine Zeit zu verlieren, auch in diesem Punkt herrschte Einigkeit. Und das Geld für die Hilfen? Bereits Ende April hatte der Rat insgesamt zwei Millionen Euro städtische Haushaltsmittel für den Härtefallfonds "Wir für Lüneburg" bereitgestellt. Rund 0,5 Mio. Euro wurden für Anträge aus der ersten Förderrunde (Fonds I) an Antragsteller mit bis zu neun Mitarbeitern ausgezahlt. Die Laufzeit der ersten Förderrunde ist beendet.