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Bauprojekte in der Hansestadt

Gestern Brötchen, heute Kunst: die Kulturbäckerei

 

{FOTO Früher wurde hier das Brot für Soldaten gebacken, jetzt sind die alten Öfen nur noch Dekoration.}

Einen ungewöhnlichen Ort will die Hansestadt Lüneburg bald Künstlern zur Verfügung stellen. Die Alte Bäckerei auf dem Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Standortverwaltung in der Nähe der Rabensteinstraße soll zur Kulturbäckerei werden. Das Gebäude aus den 1930er Jahren ist zwar renovierungsbedürftig, aber in einem akzeptablen Zustand, wie Oberbürgermeister Ulrich Mädge bestätigt. Die alten Backöfen, in denen das Brot für die in Lüneburg stationierten Soldaten gebacken wurde, sollen teilweise erhalten bleiben und somit in den Räumen eine spezielle Atmosphäre schaffen.

Potentielle Nutzer des Gebäudes, das nur 1,4 Kilometer vom Rathaus entfernt liegt, sind Bildende Künstler, Amateurtheater und andere Kulturschaffende. Somit würde die Alte Bäckerei zu einem Kultur- und Veranstaltungszentrum werden, das auch Räume für Ausstellungen, Lesungen und Kabarett bietet.

Sanierung und Umbau des Gebäudes dauern zurzeit noch an. Fertigstellung soll etwa im Herbst 2014 sein. Die Gesamtkosten liegen bei rund 3 Mio. Euro. Eine Million will die Stadt übernehmen, der Rest soll aus der Städtebauförderung und aus Sonderabschreibungen kommen, die möglich sind, weil die Alte Bäckerei im Sanierungsgebiet Speicherviertel liegt.

Für die Sanierung hat die Hansestadt Lüneburg das Gebäude für einen symbolischen Euro an die Lüwobau verkauft. Im Anschluss an die Sanierung mietet die Kulturstiftung der Sparkasse als Förderer der Kunst das Gebäude.

Stichwort Speicherviertel

Die ehemalige Standortverwaltung der Bundeswehr war jahrelang militärischer Sicherheitsbereich. Nun soll am Meisterweg eine Mischung aus Wohnen, Dienstleistungen und Kultur entstehen.

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