Ansprechpartner & mehr

Winterdienst

Der Winterdienst auf Lüneburgs Straßen

Minusgrade, Schnee und glatte Straßen – das bedeutet Hochbetrieb bei der AGL (Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH). Tonnenweise Salz und Sand lagern zu Beginn der Wintersaison in den Vorratshallen des Betriebshofs an der Bockelmannstraße. Für den Streueinsatz mit Solegemisch auf Lüneburgs Straßen stehen drei große und ein kleiner Lkw bereit. Im Herbst 2016 hat die AGL für rund 235.000 Euro ein neues Hakenfahrzeug, inklusive Räumschild und einem Streuaufsatz für den Winterdienst und ausgestattet mit modernster Streu-, Mess- und Regelungstechnik für den Räumdienst auf den Fahrbahnen angeschafft. 175 Kilometer Straße im Stadtgebiet müssen bei Schnee und Eis geräumt und gestreut werden, pro Schicht sind alles in allem 30 Mitarbeiter unterwegs.

Das Team des Betriebshofes ist für ein Areal zuständig, das sich in Zahlen wie folgt liest: 175 Kilometer Straße, 129 Kilometer Geh- und Radwege, Treppen und Gehwege auf Parkplätzen. Hinzu kommen 330 Bushaltestellen. Im Bedarfsfall kann sich die AGL aber auch zusätzliche externe Hilfe holen – nämlich in Zusammenarbeit mit dem landwirtschaftlichen Maschinenring, also Landwirten und Lohnunternehmen. Auch gibt es wieder zusätzliche Saisonaushilfskräfte ausschließlich für den Winterdienst.

Und so läuft der Alltag in der Regel ab:

Geräumt und gestreut wird je nach Witterung in zwei verschiedenen Alarmstufen: Wenn die Zeit drängt, kommen zuerst die Hauptverkehrsstraßen und Busstrecken an die Reihe. Anschließend sind die übrigen verkehrswichtigen Straßen dran. Insgesamt räumt und streut der Winterdienst 175 Kilometer Straße.

 

{FOTO gereinigter Radweg In der Süßen Heide}

Vier Mitarbeiter befreien mit ihren Lkw die Straßen von Eis und Schnee, rund 25 Betriebshofmitarbeiter sind in der Hansestadt Lüneburg in der Gehwegkolonne unterwegs. Sie bestreuen insgesamt 129 Kilometer Geh- und Radwege, Treppen, Bushaltestellen und Gehwege auf Parkplätzen mit einem Gemisch aus Salz und Sand. Im Fuhrpark stehen dafür 16 Kleintraktoren, 2 Pritschenfahrzeuge, 1 Hakenfahrzeug, inklusive Räumschild und einem Streuaufsatz, 1 Schlepper und 2 Nachschub-Lkw zur Verfügung. Anders als das Solegemisch, das wir auf den Straßen verwenden, soll das Sand-Salz-Gemisch keine auftauende, sondern eine abstumpfende Wirkung erzielen", erläutert der Chef des Betriebshofes, Frank Fugel. Mit Besen und Streuer bekommen die Kleintraktoren die Flächen meist gut frei." Auch für die Gehwegkolonne haben wir eine Reserve von nochmals 23 Mitarbeitern für zusätzliche Schichten und einen wöchentlichen Wechsel in der Bereitschaft. Und speziell für die Bushaltestellen sind im Bedarfsfall weitere 16 Mitarbeiter und ein gesonderter Koordinator vorgesehen.

Unter der Leitung eines Einsatzleiters beträgt damit die Einsatzstärke bei einem Volleinsatz 45 Mitarbeiter. Insgesamt wechseln sich vier Einsatzleiter in Schichten ab, beobachten rund um die Uhr die Wetterlage und entscheiden, welche Einsätze gefahren werden. Die Einsätze erfolgen damit gezielt und dosiert", erklärt der Betriebshofleiter. Ein weiteres Ziel ist es auch, bei Schnee und Glätte ein verlässliches Radwegenetz zu schaffen. Dabei orientiert sich die AGL an den Hauptverkehrsrouten und streut diese zuerst, um den Radfahrern schnell wieder freie Fahrt zu gewährleisten.

Als zusätzliche Dienstleistung stellt die AGL Streugutboxen (Standorte siehe rechte Spalte unter "Dokumente zum Thema") an gut erreichbaren Orten überall in der Stadt auf. Wer möchte, kann sich dort bedienen oder er kommt mit seinem leeren Streuguteimer (für kleines Geld gibt es dort auch Eimer zu kaufen) direkt zum Betriebshof an der Bockelmannstraße und lässt ihn sich dort gratis befüllen. Damit hilft die AGL den Bürgern, umweltfreundliche Streustoffe zu verwenden.